Ausgeglichener Markt in Deutschland Kartoffelmarkt Österreich KW 23/2026: Frühe Ernte trifft auf schwache Nachfrage
Der österreichische Speisekartoffelmarkt befindet sich aktuell in einer angespannten Phase. Die Vermarktung der Speisekartoffeln aus der alten Ernte ist noch nicht abgeschlossen. Gleichzeitig nimmt das Angebot an heimischen Frühkartoffeln (Heurige) zu, da immer mehr Anbaugebiete Frühkartoffeln auf den Markt bringen wollen. Der Absatz im LEH ist für das steigende Angebot derzeit nicht gegeben und die Preise stehen entsprechend unter Druck. In Oberösterreich lag der Erzeugerpreis für Heurige zuletzt bei 50 €/100 kg. Aus Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland wurden zu Wochenbeginn meist 40 bis 45 €/100 kg gemeldet. Mittelfristig sollte sich die Situation jedoch merklich entspannen. Bei den Anschlusssorten erwartet man durch die extreme Trockenheit der letzten Wochen deutliche Ertragseinbußen. Gleichzeitig wurde die Anbaufläche von Speisekartoffeln im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent reduziert.
Ausgeglichener Markt in Deutschland
Der deutsche Speisekartoffelmarkt präsentierte sich in der vergangenen Woche weitgehend ausgeglichen. Auch wenn noch immer genügend Speiseware der vergangenen Ernte am Markt ist, hält sich der Preisdruck in Grenzen. Das Angebot an Lagerware verschwindet langsam, aber doch, aus dem LEH und wird durch Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum ersetzt. Die Sortimentsumstellung ist jedoch nicht drängend, da die Vermarktung ägyptischer und israelischer Ware schon weit fortgeschritten ist und die Mengen aus Spanien heuer deutlich geringer ausfallen. Vor diesem Hintergrund blieben die Preise recht stabil. Für importierte Frühkartoffeln wurden zuletzt Preise zwischen 60 und 70 €/100 kg franko Großhandel genannt. Mit den ersten deutschen festschaligen Frühkartoffeln für den LEH ist Mitte Juni zu rechnen.
Quelle: bauernzeitung.at
Veröffentlichungsdatum: 03.06.2026

