JRC-Studie zu Spiegelklauseln im Pflanzenschutz
Die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) der EU-Kommission hat jüngst eine Studie über die potenziellen Auswirkungen auf die Marktversorgung in der EU mit Lebensmittel aus Drittstaaten veröffentlicht, sollten die Rückstandshöchstgehalte für in der EU verbotene Wirkstoffe auf die Nachweisgrenze abgesenkt werden.
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Allerdings fallen laut JRC nur 18 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe unter das von der EU geplante Prinzip, wobei drei dieser Wirkstoffe mittlerweile auf die Nachweisgrenze abgesenkt wurden, berichtet der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. in seinem Newsletter.
Je nach JRC-Szenario ergäben sich praktisch keine bis hin zu drastischen Auswirkungen, zumal 235 Produkte und 86 Exportländer betroffen wären.
So könnte im Extremfall die Lebensmitteleinfuhr um rund 41 % zurückgehen, bei Zitrusfrüchten sogar um 92 %.
Parallel wäre damit ein drastischer Anstieg bei den Verbraucherpreisen verbunden: bei Zitrusfrüchten um 85 % und bei Kaffee um 332 %.
Aus DFHV-Sicht müssten diese Zahlen sowohl das EU-Parlament als auch die EU-Kommission alarmieren.
„Gerade das Erntejahr 2026 hat deutlich gemacht, wie schwierig in Extremjahren die Marktversorgung in der EU bei Obst und Gemüse ohne Importe aus Drittländern wäre.“
Quelle: DFHV, EU-Kommission
Veröffentlichungsdatum: 02.09.2026

