Interpoma Tours 2026: Innovation im Feld
Zehn Führungen zu den Themen angewandte Forschung, Handling-Technologien, Nachhaltigkeit, biologischer Anbau, Produktionsmodelle und unterirdische Lagerung erwarten Sie bei den Interpoma Tours 2026.
Diese finden vom 25. bis 27. November im Rahmen der internationalen Apfelfachmesse Interpoma in der Messe Bozen statt und bringen Ihnen einige der innovativsten Unternehmen der Apfelwirtschaft in Trentino-Südtirol näher.

Foto © Interpoma / Marco Parisi
Das Programm der Interpoma Tours ist nun online. Die Führungen in Unternehmen der Apfelwirtschaft, Forschungszentren sowie Betrieben und Genossenschaften in der Region werden von der Messe Bozen in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau und anderen lokalen Akteuren im Rahmen der 14. Interpoma organisiert.

Foto © Interpoma / Südtiroler Beratungsring
Die einzige internationale Fachmesse, die sich ausschließlich der Apfelwirtschaft widmet, findet vom 25. bis 27. November 2026 statt.
An den drei Messetagen finden insgesamt zehn Touren statt. Um einem heterogenen, internationalen Publikum die Teilnahme zu ermöglichen, werden alle Führungen auf Englisch abgehalten.
Die Führungen ermöglichen es den Besuchern, Branchenakteuren und der Presse, auch außerhalb des Messegeländes konkrete Anwendungsbeispiele für die Innovationen zu sehen, die für Veränderung innerhalb der Apfellieferkette sorgen: von angewandter Forschung über Digitalisierung, Verfahrens- und Verpackungstechnologien, Lagerung, Nachhaltigkeit, biologischen Anbau, Wassermanagement bis hin zu neuen Anbaumodellen.

Foto © Interpoma / Marco Parisi
„Die Interpoma Tours gehören zu den konkretesten Angeboten der Messe, denn auf ihnen kann hautnah miterlebt werden, was sich tatsächlich in den Betrieben, Forschungszentren und Genossenschaften der Region tut“, erklärt Anna Crosignani, Brand Manager bei Interpoma. „Genau dieser Dialog von Theorie und Praxis, theoretischer und praktischer Innovation macht die Interpoma zu einer einzigartigen Veranstaltung in der internationalen Apfelbranche.“

Foto © Interpoma
Tour 1 und 3 | Der Weg des Melinda-Apfels von den Handling-Bereichen zu den unterirdischen Kühlzellen
Diese zweimal stattfindende Tour zeigt den Teilnehmenden den Weg des Melinda-Apfels nach der Ernte. Die Führung umfasst die Handling- und Verpackungsbereiche in einer der Genossenschaften des Verbands, eine kleine Verkostung einiger Sorten und die Besichtigung der spektakulären Kühlzellen im Bergwerk Rio Maggiore. Mitten im Berg werden hier die Äpfel in einer einzigartigen unterirdischen Anlage gelagert, die ein hervorragendes Beispiel für innovatives, nachhaltiges Qualitätsmanagement nach der Ernte darstellt.
Tour 2 und 10 | Hinter den Kulissen der technologischen Innovation: angewandte Forschung zur Zukunft des Apfels im NOI Techpark
Diese an zwei unterschiedlichen Terminen angebotene Führung begleitet die Teilnehmenden durch den NOI Techpark in Bozen. In diesem Südtiroler Innovationszentrum arbeiten Forschung, Unternehmen, Start-ups und Labors an der Entwicklung konkreter Lösungen für die Landwirtschaft und die Lebensmittelbranche. Nach einer kurzen Einführung in das NOI werden bei der Führung einige Labors gezeigt, die eine strategische Bedeutung für die Apfelwirtschaft haben: Fruit & Vegetable Processing, Laboratory for Flavours and Metabolites, Sensing Technologies Lab und Agroforestry Innovation Lab. Eine Gelegenheit, sich diesen Knotenpunkt von Ideen, wissenschaftlicher Forschung und praktischen Anwendungen einmal näher anzuschauen.
Tour 4 | Die Zukunft ist heute: High-Tech und neue Visionen für den Anbau
Erste Station der Führung ist der IP-Obstbaubetrieb von Manuel Telser in Corzes im Vinschgau, der sich auf einer Höhe von 800 bis 1.000 Metern über 12 Hektar erstreckt und heute in vierter Generation von der Familie geführt wird. Hier werden Sorten wie Golden Delicious, Ambrosia, Pinova und SweeTango angebaut. Zweite Station ist die Obstgenossenschaft GEOS in Schlanders, die als eine von sieben zum Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse und zu den modernsten Obsthandlingzentren Südtirols gehört. GEOS war die erste Genossenschaft im Vinschgau, der Roboter zur Verpackung der Äpfel einsetzte und seit 2016 über ein automatisches Hochregallager verfügt.
Tour 5 | Don’t panic... it’s organic! Produktion und Strategien auf dem Bio-Markt
Die Tour zum Thema „Bio“ führt die Teilnehmenden zum Bio-Obstbaubetrieb von Markus Ladurner in Algund auf dem Schwemmkegel von Plars in 500 Metern Höhe. Dieser wird seit 30 Jahren nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus bewirtschaftet und es werden Sorten wie Gala, Golden Delicious, Braeburn, Natyra, Topaz, Pink Lady und Cosmic Crisp angebaut. Die zweite Station ist die Genossenschaft Biosüdtirol in Lana, die 1990 von sechs Apfelbauern gegründet wurde und der heute über 300 Bauern angehören. Jede Phase des Handlings wird hier mit fortschrittlicher Technik und Software überwacht, vom Anbau über die Ernte und Sortierung bis hin zur Verpackung.
Tour 6 | Stichwort Innovation: Sortenexperimente und Windkanal
Diese Tour führt zur Fuji Società Agricola S.r.l. in Leifers, einem innovativen IP-Obstbaubetrieb, der offen für Versuche ist. Hier werden auf 30 Hektar Fläche 13 unterschiedliche Apfelsorten angebaut, sodass sich der Betrieb durch ein besonders großes Anbot an Sorten auszeichnet. Weiter geht die Führung zum Agroforestry Innovation Lab in Bozen, wo ein Bogen von den Versuchsanpflanzungen zu den neuen Herausforderungen in der angewandten Forschung und technologischen Innovation geschlagen wird.
Tour 7 | Mikro und Makro: zwei Managementsysteme für familiengeführte Unternehmen im Vergleich
Bei dieser Tour werden zwei sehr unterschiedliche Führungsmodelle für familiengeführte Betrieb miteinander verglichen. Erste Station ist der IP-Obstbaubetrieb von Michael Komiss am Stadtrand von Bozen, wo verschiedene Sorten angebaut werden und Apfelchips im Direktverkauf unter der Marke „Frutty“ vermarktet werden. Zweite Station ist in Vilpian bei Egma/Fructus Meran: Hier werden nicht nur Äpfel, Birnen und Tiefkühlobst verarbeitet, sondern zwischen August und Oktober werden auch mehr als 30.000 Tonnen Obst von fast 300 Bauern versteigert.
Tour 8 | Keine Exzellenz ohne Technik: Sprühgeräte und digitale Optimierung
Erste Station ist die Sprüherprüfstelle in Lana, die vom Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau geführt wird. Bei der Besichtigung können die Teilnehmenden beobachten, wie der Düsenausstoß der Sprühgeräte gemessen wird und wie die Sprüherprüfung vonstatten geht. Zu dieser Kontrolle sind alle Bauern verpflichtet, die nach den Richtlinien von AGRIOS und/oder GLOBALG.A.P. arbeiten. Danach folgt der IP-Obstbaubetrieb von Klaus Ganterer in Völlan oberhalb von Lana. Der Familienbetrieb ist sehr typisch für die Südtiroler Apfelwirtschaft und hat in den letzten Jahren verschiedene Nachhaltigkeitsmaßnahmen eingeführt: bedarfsgerechte Bewässerung mit Bodenfeuchtesensoren und Nutzung von Solarenergie auch für die während der Ernte verwendete Hubarbeitsbühne.
Tour 9 | Äpfel in der Region: Vom Apfelbauern zur Genossenschaft
Die Tour beginnt bei der Obstgenossenschaft ROEN in Kaltern, eine der zehn Genossenschaften im VOG-Gebiet, die die Sortierung, Lagerung, Verpackung und Logistik für Äpfel von fast 1.000 Mitgliedern übernimmt. Seit kurzem verfügt die Genossenschaft über ein neues Hochregallager, in dem über 19.000 Apfelkisten gelagert werden können und an dessen Außenfassade über 2.700 Solarmodule angebracht sind. Die zweite Station ist der IP-Obstbaubetrieb von Klaus Pfeifer in Leifers, wo die Teilnehmenden mehr über den Einsatz von Mehrachsen-Erziehungssysteme und den Anbau von Sorten wie Gala, Kanzi, Granny Smith, Giga und Pink Lady erfahren können.
Die Teilnehmerzahl der Touren ist begrenzt, daher ist eine Anmeldung mit Online-Ticketkauf erforderlich. Alle Informationen zum Programm, zur Verfügbarkeit und zu den Teilnahmebedingungen finden Sie auf der Website von Interpoma.
Bis zum 31. August 2026 kann außerdem das Ticket für die Teilnahme am Interpoma Congress zum Early-Bird-Tarif von 72 € online erworben werden.
Veröffentlichungsdatum: 17.07.2026

