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Inoverde überprüft Schliessung des Standorts Sursee

24. August 2026

Inoverde will seine Kern- und Steinobstsparte effizienter aufstellen. „Ziel ist es, dem hohen Preis- und Kostendruck in der Früchtebranche entgegenzuhalten und weiterhin möglichst viel Wertschöpfung an die Produzentinnen und Produzenten weiterzugeben.“ 

Das Unternehmen prüft deshalb die Schliessung des Standorts Sursee (LU) und die Konzentration auf die Leistungszentren in Perroy (VD) und Charrat (VS). 

In Sursee würden in den kommenden Jahren hohe Investitionen anstehen.

„Der Markt für Schweizer Früchte steht unter einem hohen Preis- und Kostendruck: Konsumentinnen und Konsumenten erwarten im Laden günstige Produkte, gleichzeitig sind ihre Ansprüche an Qualität sowie Nachhaltigkeit hoch. 

Dies bei steigenden Produktions- und Verarbeitungskosten. 

Um in diesem Umfeld zu bestehen, ist entlang der ganzen Wertschöpfungskette ein hohes Mass an Effizienz erforderlich.“ 

Inoverde kümmert sich um die Abnahme, Lagerung sowie Vermarktung der Früchte von rund 290 Produzentinnen und Produzenten in der Genferseeregion, im Wallis, in der Zentralschweiz, in der Ostschweiz sowie einigen angrenzenden Produktionsgebieten. 

Heute betreibt Inoverde dafür Leistungszentren an drei Standorten: Perroy (VD), Charrat (VS) und Sursee (LU). 

Der Standort Sursee steht auf dem Prüfstand. 

Maximaler Produzentennutzen pro investierten Franken

Sursee ist der älteste und der kleinste der drei Standorte. Die historische Bausubstanz über zwei Geschosse führt zu teils aufwendigen Prozessen. 

In den kommenden Jahren stünden Investitionen in der Höhe von mehreren Millionen Franken an. 

Diese lassen sich aufgrund der verhältnismässig tiefen Mengen an Kern- und Steinobst, die am Standort verarbeitet werden, nicht rechtfertigen. 

Die grösseren Leistungszentren in Perroy und Charrat verfügen demgegenüber über eine zeitgemässe Infrastruktur und Potenzial für die Weiterentwicklung. 

Inoverde ist Teil der Agrargenossenschaft fenaco. «Bei jeder Investition stellen wir uns die Frage, wo wir pro eingesetzten Franken den grössten Nutzen für unsere Produzentinnen und Produzenten erzielen», erklärt Michel Nick, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Inoverde. 


Samuel Wyssenbach, Category Manager Früchte und Mitglied der Geschäftsleitung von Inoverde konkretisiert: «Die Aufrechterhaltung des Standorts Sursee verursacht unverhältnismässig hohe Kosten. 

Je effizienter wir arbeiten, desto mehr Wertschöpfung können wir an unsere Produzentinnen und Produzenten weitergeben.»

Konsultationsverfahren gestartet

Bevor definitiv über die Zukunft des Standorts Sursee entschieden wird, führt Inoverde mit seinen Mitarbeitenden ein Konsultationsverfahren durch.

Dieses dauert bis am 28. August 2026. Am Standort Sursee sind 44 Mitarbeitende beschäftigt.

«Falls wir den Betrieb in Sursee einstellen, kommt ein Sozialplan zum Zug», betont Michel Nick. 

«Wir unterstützen die Mitarbeitenden aktiv bei der Stellensuche und prüfen Möglichkeiten für eine Weiterbeschäftigung an anderen Standorten der fenaco-LANDI Gruppe.» 

Anschlusslösungen für Produzentinnen und Produzenten Parallel dazu führt Inoverde mit den betroffenen Landwirtinnen und Landwirten Gespräche. 

«Wir haben Anschlusslösungen entwickelt, die wir unseren Obstproduzentinnen und Obstproduzenten anbieten können», so Samuel Wyssenbach. 

«Für uns ist entscheidend, dass wir die Kern- und Steinobstproduktion in den betroffenen Regionen nicht schwächen, sondern Strukturen etablieren, die deren langfristige Weiterentwicklung ermöglichen.»


Quelle: Inoverde 

Veröffentlichungsdatum: 24.08.2026

Schlagwörter

Schweiz, Inoverde, prüft, Schliessung, Standort Sursee, Früchtebranche