Hitze und Dürre setzen Italiens Landwirtschaft unter Druck
Extremwetter und steigende Produktionskosten belasten die italienische Landwirtschaft zunehmend. Betroffen sind nach Angaben des Bauernverbandes Confagricoltura nahezu alle wichtigen Agrarprodukte - von Tomaten, Reis und Hartweizen über Milch und Olivenöl bis hin zu Wein.

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- Betroffen sind alle wichtigen Agrarprodukte
- Bauernverband sieht Milliardenschäden
Der Bauernverband CIA-Agricoltori Italiani beziffert die Schäden für die Landwirtschaft im Jahr 2026, wie die APA berichtet, auf rund 1,5 Milliarden Euro.
Neben Ernteausfällen schlagen demnach auch verlorene Arbeitsstunden infolge der hohen Temperaturen zu Buche.
Gleichzeitig seien die Betriebskosten um 4,5 Prozent gestiegen.

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Unter Druck stehen zudem Mais-, Soja-, Obst- und Gemüseanbau. Im Weinbau hat die Hitze die Weinlese vielerorts vorgezogen.
Gleichzeitig belasten hohe Lagerbestände den Markt. Nach Angaben der Branche investieren viele Betriebe verstärkt in technische Anpassungen an den Klimawandel, wodurch die Produktionskosten weiter steigen.
Hinzu kommen höhere Versicherungsprämien und Ernteverluste durch Unwetter.
Zusätzliche Belastungen ergeben sich durch internationale Entwicklungen. Die von den USA eingeführten Zölle haben den italienischen Agrarexport geschwächt und zu einem Rückgang der Bestellungen geführt, erklärte Confagricoltura.
Besonders stark betroffen sei der Weinexport in die Vereinigten Staaten. Außerdem haben die zeitweise Schließung der Straße von Hormuz und die dadurch gestiegenen Energiepreise Dünger und Dieselkraftstoff deutlich verteuert.
Nach Angaben des Verbandes stiegen die Preise für Harnstoffdünger zwischen März und Juni um durchschnittlich 65 Prozent, Agrardiesel verteuerte sich um 35 Prozent.
Quelle: AIZ.info, APA
Veröffentlichungsdatum: 05.08.2026

