Großbritannien ergreift Maßnahmen zur Steigerung des Obst- und Gemüsekonsums in der Bevölkerung
Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales des britischen Parlaments fordert die Regierung auf, die Lebensmittelvorschriften zu aktualisieren, um den Konsum von Obst und Gemüse zu steigern, eine gesündere Ernährung zu fördern und Fettleibigkeit zu bekämpfen, berichtet Hortoinfo.es.
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Wie das Fresh Produce Consortium (FPC) berichtet, veröffentlichte der Ausschuss einen umfassenden Bericht, in dem die Regierung aufgefordert wird, der Prävention von Fettleibigkeit Priorität einzuräumen und das Lebensmittelumfeld so umzugestalten, dass gesündere Entscheidungen erleichtert werden, gleichzeitig soll dem Druck der Lebensmittel- und Getränkeindustrie begegnet werden.
Der Ausschuss setzt sich für eine Aktualisierung der britischen Vorschriften zur Werbung und Platzierung von Lebensmitteln (Food Promotion and Placement Regulations) aus dem Jahr 2021 bis Januar 2027 ein.
Ziel ist es, Einzelhändler zu verpflichten, Obst und Gemüse an gut sichtbaren Stellen im Geschäft zu platzieren, etwa im Eingangsbereich oder an den Kassen.
Diese Empfehlung stützt sich auf Daten des Centre for Food Policy. Diese belegen, dass eine bessere Verfügbarkeit und Sichtbarkeit gesünderer Lebensmittel (etwa an Regalstirnseiten, Eingängen und Kassen), bei gleichzeitiger Reduzierung von weniger gesunden Produkten, zu gesünderen Kaufgewohnheiten führt.
Im Rahmen eines Versuchs in 36 Discount-Supermärkten stellten Forscher des Centre for Food Policy fest, dass die Platzierung von Obst und Gemüse nahe den Eingangsbereichen dazu führte, dass pro Filiale und Woche rund 2.525 zusätzliche Portionen dieser Lebensmittel gekauft wurden.
Die Autoren der Studien erklärten, diese Zahlen könnten „klinisch signifikante Verbesserungen“ für die öffentliche Gesundheit bewirken, da sie einer täglichen Mehraufnahme von 50 g Obst und Gemüse entsprächen (eine Portion entspricht 80 g).
Zudem fordert die Kommission die Regierung auf, unverzüglich eine Berichtspflicht für Supermärkte hinsichtlich des Absatzes gesunder Lebensmittel einzuführen, wie sie in dem Zehnjahresplan für die Gesundheit (Ten-Year Health Plan) vorgesehen ist.
Der Bericht befürwortet Pläne, wonach Supermärkte über den Anteil der verkauften gesunden Lebensmittel berichten und, unter Aufsicht der Food Standards Agency, von der Regierung festgelegte Zielvorgaben erfüllen sollen.
Es wird empfohlen, entsprechende Zielvorgaben für große Supermärkte innerhalb der nächsten 12 Monate einzuführen und den übrigen Lebensmittelsektor im Laufe der aktuellen Legislaturperiode einzubeziehen.
Quelle: Hortoinfo.es
Veröffentlichungsdatum: 23.07.2026

