Gartenbauverband BB: Ernte von Spreewälder Gurken - Eine geschützte Spezialität mit Tradition
Die Spreewaldgurken-Saison hat begonnen und dauert bis in den Oktober an. Die Felder werden in dieser Zeit zweimal täglich von Hand abgeerntet und das frische Gemüse direkt in der Region verarbeitet.
Die Spreewälder Gurke zählt zu den bekanntesten regionalen Produkten Brandenburgs.

(Foto © Berlin-Brandenburg e.V.)
Ihr unverwechselbarer Geschmack, ihre knackige Frische und die besondere Art der Verarbeitung haben sie weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt gemacht.
Damit Verbraucherinnen und Verbraucher genau wissen, woher die Gurken stammen und wie sie erzeugt werden, tragen Spreewälder Gurken das blaugelbe EU-Siegel der „geschützten geografischen Angabe“ (g.g.A.). Dieses Siegel garantiert, dass die Gurken im Spreewald angebaut und nach festgelegten traditionellen Verfahren verarbeitet werden.
Anbau in einer besonderen Kulturlandschaft
Der Spreewald bietet mit seinen sandigen Böden, vielen Wasserläufen und dem milden Mikroklima hervorragende Bedingungen für den Gurkenanbau. Einlegegurken als zweitwichtigste Gemüsekultur wurden 2025 auf rund 580 Hektar angebaut, ein Anstieg von fast 16 % gegenüber dem Vorjahr.
Aufgrund der größeren Anbaufläche und des sehr guten Ertrages von fast 680 Dezitonnen je Hektar war auch die Erntemenge mit 39.400 Tonnen um 17 % höher als im Vorjahr.
Mehrere landwirtschaftliche Betriebe in der Region pflanzen die Einlege- und Schälgurken jährlich auf mehreren hundert Hektar an.
Ein Teil der Fläche wird inzwischen auch ökologisch bewirtschaftet.
Im Spreewald erfolgt ein großer Teil der Pflege – wie die Unkrautregulierung – noch mechanisch oder von Hand, um die zarten Pflanzen zu schonen und den Boden nachhaltig zu bewirtschaften.
Vom Feld direkt in die Verarbeitung
Nach der Ernte gelangen die Gurken frisch und ohne lange Wege zu den regionalen Verarbeitungsbetrieben.
Dort werden sie nach überlieferten Spreewald-Rezepturen eingelegt: klassisch mit Dill und Zwiebel, würzig mit Kräutern und Senfkörnern oder als Schälgurke zum Schmoren oder Füllen.
Das Ergebnis ist ein Produkt, das Region, Geschmack und Handwerk in sich vereint.
Warum bewusst regional kaufen?
Wer zu Spreewälder Gurken mit g.g.A.-Siegel greift, unterstützt: regionale Landwirtschaft und Traditionsbetriebe, kurze Transportwege, Transparenz und klare Herkunft, den Erhalt einer gewachsenen Kulturlandschaft.
Achten Sie beim Einkauf auf das g.g.A.-Siegel – so erkennt man echte Spreewälder Gurken.
Noch persönlicher ist der Kauf direkt im Hofladen, in der Gärtnerei oder auf dem Wochenmarkt in der Region. Hier gibt es Qualität, Frische und Beratung aus erster Hand.
Veröffentlichungsdatum: 07.07.2026

