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Frankreich verbietet alle Produkte mit unerlaubten Pflanzenschutzmitteln

08. Januar 2026

Frankreich wird die Einfuhr von Lebensmitteln mit Rückständen einseitig aussetzen, die in Europa verbotene Pestizide enthalten. Dies gab Premierminister Sébastien Lecornu am Sonntag auf X bekannt, berichtet Vilt.be.

Lecornu nannte insbesondere Avocados, Mangos, Guaven, Zitrusfrüchte, Trauben und Äpfel „aus Südamerika oder anderen Ländern“. Diese Produkte sind in Frankreich nur dann willkommen, wenn sie keine Rückstände verbotener Substanzen enthalten. Melonen, Kirschen, Erdbeeren und Kartoffeln werden auch besonders erwähnt.

Die neuen Regeln verhindern die Einfuhr von Produkten, die verbotene Substanzen wie Mancozeb, Glufosinat, Thiophanat-methyl und Carbendazim enthalten. 

Europäische Landwirte dürfen diese Produkte nicht verwenden, sie werden jedoch häufig bei der Herstellung südamerikanischer Lebensmittel eingesetzt, die auch in Europa konsumiert werden. Frankreich will nicht länger, dass verbotene Substanzen über diesen Umweg ins Land gelangen. 

„Auf Initiative des Landwirtschaftsministers wird in den kommenden Tagen ein Dekret erlassen“, schrieb Lecornu in den sozialen Medien. Lecornu erklärte außerdem, dass eine Spezialbrigade strengere Kontrollen durchführen werde, um die Einhaltung der Gesundheitsstandards zu gewährleisten.

Europäische Zustimmung erforderlich

Frankreich geht hier mit gutem Beispiel voran, kann solche Einfuhrentscheidungen aber nicht eigenständig treffen, da der Handel in die Zuständigkeit der EU fällt. Daher muss das Dekret auch von der Europäischen Kommission genehmigt werden. 

Landwirtschaftsministerin Annie Genevard wird am Mittwoch nach Brüssel reisen, um dies zu erreichen, so berichtet die Nachrichtenagentur AFP.


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 08.01.2026

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