Frankreich: Mehrere Supermarktketten erhalten Warnung wegen irreführender Angaben
In Frankreich wurden vier große Supermarktketten von den Behörden wegen irreführender Herkunfts- und Preisangaben verwarnt. In dem Land wird zunehmend Wert auf korrekte und transparente Verbraucherinformationen gelegt, insbesondere in dem Lebensmitteleinzelhandelssektor, berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB).
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Die für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung zuständige Behörde (CCRF) hat vier große Supermarktketten – Carrefour, Leclerc, Aldi und Lidl – angewiesen, irreführende Geschäftspraktiken unverzüglich einzustellen.
Die Untersuchungen fanden zwischen 2024 und 2025 statt und deckten Mängel auf, unter anderem bei der Herkunftsangabe von frischem Obst und Gemüse sowie in einigen Fällen bei der Preisauszeichnung.
Die Probleme betrafen hauptsächlich Print- und Online-Werbemagazine, Werbekampagnen und Radiospots. Im Fall von Carrefour kritisierten die Prüfer die unklaren Angaben zur Herkunft der Produkte sowie die Diskrepanzen zwischen Aktionspreisen und den an der Kasse abgebuchten Beträgen.
Bei Leclerc lagen die Probleme in der uneindeutigen Kennzeichnung und den schwer lesbaren oder weit von den Produktabbildungen entfernten Herkunftsbezeichnungen.
Aldi und Lidl wandten ähnliche Methoden an: Informationen wurden oft ans Ende der Prospekte verbannt oder fehlten in Radiospots ganz, insbesondere bei Lidl.
Die Behörde fordert alle vier Ketten offiziell auf, ihre Praktiken zu ändern und setzt eine Frist von sechs Monaten für die vollständige Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen.
In sensiblen Produktkategorien wie frischem Obst und Gemüse beeinflusst die korrekte Angabe von Herkunft und Preis das Verbrauchervertrauen unmittelbar.
Daher spielt die kontinuierliche behördliche Kontrolle weiter eine entscheidende Rolle für die Aufrechterhaltung Sauberkeit des Marktes.
Quelle: FruitVeB.hu
Veröffentlichungsdatum: 29.04.2026

