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FEPEX: Maßnahmen zur Förderung des Generationswechsels in der spanischen Landwirtschaft

20. Januar 2026

Der spanische Regierungspräsident, Pedro Sánchez, hat drei Maßnahmen zur Förderung des Generationswechsels in der Landwirtschaft angekündigt: die Einführung einer Informations- und Mobilisierungsplattform für Agrarland, genannt „Tierra Joven“ (Junges Land), die Bereitstellung von staatseigenem Agrarland für junge Menschen und den Vorschlag, 10 % der Mittel der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den Generationswechsel bereitzustellen. 


Bildquelle: Pixabay

Bei einer Veranstaltung in dem iHub La Vega Innova, in Madrid, an der auch der Landwirtschaftsminister, Luis Planas, teilnahm, war die erste Maßnahme, die der Regierungspräsidenten zur Förderung des Generationswechsels und zur Erleichterung des Zugangs zu Land angekündigt hat, der Start von „Tierra Joven“, so berichtet der spanische Verband FEPEX

Dies ist eine Informations- und Mobilisierungsplattform für Agrarland, welche die Verbreitung von Angebot und Nachfrage ermöglichen und einheitliche Informationen über den Agrarlandmarkt in Spanien bereitstellen wird. 

Die Plattform wird in den ersten Monaten des Jahres 2026 per königlichem Dekret, das ihre Inhalte regelt, eingeführt und in dem zukünftigen Familienlandwirtschaftsgesetz durch die Einrichtung eines Amtes für Information und Übertragung von Agrarland – ähnlich wie jene, die es in anderen Ländern wie Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien und Polen gibt – verankert.

Die zweite angekündigte Maßnahme war die Mobilisierung staatseigener Agrarflächen, um sie jungen Menschen über die genannte Plattform zugänglich zu machen. 

Derzeit befinden sich rund 17.000 ländliche Grundstücke im Besitz der Allgemeinen Staatsverwaltung, die auf ihre Eignung für die Landwirtschaft geprüft und gegebenenfalls vorrangig jungen Menschen, Frauen und Berufseinsteigern zur Verfügung gestellt werden.
 
Als dritte Maßnahme wird die Regierung vorschlagen, dass die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) 10 % ihrer Mittel für den Generationswechsel bereitstellt, zusätzlich zu den 6 %, die die Kommission in ihrer im Oktober 2025 vorgestellten „Strategie für den Generationswechsel in der Landwirtschaft“ vorgeschlagen hat.

Die Strategie der Europäischen Kommission schlug fünf zentrale Handlungsfelder vor: Zugang zu Land, Finanzierung, Kompetenzentwicklung, ein guter Lebensstandard im ländlichen Raum und Unterstützung der Nachfolgeplanung. 

Die Entwicklung dieser Bereiche würde den Mitgliedstaaten obliegen, die auch für deren Finanzierung verantwortlich wären. Die Kommission empfahl den Mitgliedstaaten, 6 % ihrer Agrarausgaben für diese Bereiche bereitzustellen. 

FEPEX teilt die Besorgnis über den Mangel an Generationswechsel in landwirtschaftlichen Betrieben und die Notwendigkeit, junge Menschen für die Landwirtschaft zu gewinnen. 

In dem Obst- und Gemüsesektor liegt das Durchschnittsalter der Inhaber, deren Haupttätigkeit der Gemüseanbau ist, bei 52,95 Jahren. In Betrieben, deren Haupttätigkeit in dem Nicht-Zitrusfruchtsektor (Steinobst, Kernobst usw.) ist, beträgt das Durchschnittsalter der Inhaber 58,58 Jahre. 

Das Durchschnittsalter der Besitzer von Zitrusanbaubetrieben liegt bei 65,8 Jahren und das der Besitzer von Nussanbaubetrieben bei 62,95 Jahren. Diese Daten aus dem Jahr 2020 flossen in die Analysen ein, die für die aktuelle GAP (2023-2027) durchgeführt wurden.


Quelle: FEPEX

 

Veröffentlichungsdatum: 20.01.2026

Schlagwörter

Fepex, Förderung, Generationswechsel, Spanien, Landwirtschaft