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Europa setzt Importabgabe auf bestimmte Düngemittel aus

27. Mai 2026

Am Freitag gaben die Mitgliedstaaten der EU grünes Licht für die Aussetzung der Importabgabe auf bestimmte Düngemittel. Dies betrifft stickstoffhaltige Düngemittel, die in der europäischen Landwirtschaft eingesetzt werden, sowie Rohstoffe für deren Herstellung, wie Ammoniak und Harnstoff, so berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT).


Bildquelle: Pixabay

Noch am vergangenen Mittwoch hatte der EU-Agrarkommissar, Christophe Hansen, die Bedeutung der CBAM-Importabgabe (Carbon Border Adjustment Mechanism) betont, um gleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb der europäischen Düngemittelindustrie zu gewährleisten. 

Durch die Aufhebung der Abgabe wird der finanzielle Druck auf die Düngemittelverwender nun jedoch entlastet.

Es wird erwartet, dass diese Maßnahme Einsparungen bei den Importabgaben in Höhe von rund 60 Millionen EUR für Landwirte und Hersteller bringt. 

Die Düngemittelpreise sind seit 2021 stark gestiegen, was sowohl die Lebensmittelpreise als auch die Landwirtschaft unter Druck setzt. 

Düngemittel können bis zu 20 % der Betriebsmittelkosten bei dem Anbau von Ertragspflanzen ausmachen. 
Der Krieg im Iran und die Sperrung der Straße von Hormus haben die Preise zusätzlich in die Höhe getrieben. 

Stickstoffdünger kosten jetzt rund 500 EUR pro Tonne, im vergangenen Winter lag der Preis noch bei 380 EUR. 

Russland und Belarus ausgenommen 

Die Aussetzung gilt nicht für Produkte aus Russland und Belarus. Auf diese Weise will die EU vermeiden, den Krieg in der Ukraine zu finanzieren, und gleichzeitig ihre Abhängigkeit von diesen beiden Ländern verringern.


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 27.05.2026

Schlagwörter

Europa, Aussetzung, Importabgabe, Düngemittel