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Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln sind teils leicht angehoben worden

31. Januar 2020

Nach ruhigem Geschäft zum Jahresbeginn berichten Packer in Mecklenburg - Vorpommern von zunehmender Nachfrage zum Monatsende. Die Absatzmengen haben Normalniveau für diese Jahreszeit erreicht. Teils wurden die Erzeugerpreise erhöht um 2 EUR/ dt für vorwiegend festkochende Speiseware und um 4 EUR/ dt für festkochende und mehlig kochende Sortentypen.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Bei den anhaltend zu hohen Januartemperaturen müssen die Lagerhaustemperaturen verstärkt kontrolliert werden. Hier und da wird von vorzeitiger Keimbildung berichtet. Am Schälkartoffelmarkt werden bei ruhiger Marktlage im Vergleich zur Vorwoche unveränderte Preise genannt.

Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 4 KW 2020 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Brandenburg
Die Erzeugerpreise für Speiseware sind teils leicht angehoben worden. Für Kühlhausware wurden Lageraufschläge von 2 EUR/ dt für vorwiegend festkochende Sorten gewährt. Die Preise für die anderen beiden Sortentypen sind um 1 EUR dt erhöht worden. Die Versorgungssituation mit Regionalware ist angespannt. Aktuell laufende Werbeaktionen im Discounter mit 10 kg Gebinden inclusive Zwiebeln gratis passen nicht zur Marktlage, werden aber vom Endkonsumenten gut nachgefragt. Die Abgabepreise für Schälware bleiben stabil auf Vorwochenniveau.

Sachsen
Die Versorgungslage mit qualitativ guter Speiseware ist angespannt. Packer müssen ihre Vorräte auffüllen, um bis zum Saisonende zu reichen. Erzeuger fordern Lageraufschläge. Für hochwertige Kühlhausware wurden die Erzeugerpreise zum Teil um 3 EUR/ dt für alle Sortentypen angehoben. Der Absatz ist derzeit zweigeteilt. Von Handelsketten geforderte Aktionsware in 10 kg Gebinden wird überraschend gut vom Endkonsumenten nachgefragt. Die andere stets verfügbare Speiseware im LEH und in den Discountern läuft entsprechend gar nicht. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Sachsen - Anhalt
Qualitativ hochwertige Speiseware aus Kistenlagerung wird gesucht. Versandhändler bedienen kontinuierlich heimische Packbetriebe, aber die Vermarktung von Speisekartoffeln ins Ausland läuft mangels Ware auf Sparflamme. Vereinzelt wurden die Erzeugerpreise für Kühlhausware leicht angehoben. Das Absatzgeschehen bleibt wie oft im Januar auf schwachem Niveau. Hier und da wird mit Aktionsware die Nachfrage belebt. Am Schälkartoffelmarkt bleiben die Preise unverändert im Vergleich zur Vorwoche.

Thüringen
Die Preissituation am Speisekartoffelmarkt bleibt noch unverändert im Vergleich zur vergangenen Woche. Zum Monatswechsel sind erhöhte Erzeugerpreise für Kühlhausware im Gespräch. Die Nachfrage nach Packware verläuft januartypisch auf normalem Niveau. Die milden Temperaturen ohne Eis und Schnee erlauben uneingeschränkte Kartoffeltransporte, aber auch erhöhte Aufmerksamkeit bei der Lagerhaltung. Die Schälkartoffelpreise verharren stabil auf dem Vorwochenniveau.

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Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 31.01.2020

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, Regional