„Frische aus der Region“ Die Brandenburger Erdbeersaison 2026 steht in den Startlöchern
Die Vorfreude steigt: Schon bald beginnt in Brandenburg wieder die lang ersehnte Erdbeerzeit – für viele die genussvollste Phase des Jahres. Während importierte Früchte bereits in den Supermärkten erhältlich sind, steht die heimische Erdbeere kurz davor, mit Frische, vollem Aroma und nachhaltigem Anbau zu überzeugen, berichtet der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg.

Foto © Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e.V.
Unter optimalen Bedingungen reifen die Früchte derzeit auf märkischen Feldern heran und versprechen höchsten Genuss direkt aus der Region.
Feierlicher Saisonauftakt
Ein besonderer Höhepunkt steht bereits fest: Der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e.V. lädt am Donnerstag, den 28. Mai 2026 um 11:00 Uhr auf den Spreewaldhof Niewitz GmbH & Co. KG Dorfstraße 112, 15910 Bersteland OT Niewitz zur offiziellen Eröffnung der Erdbeersaison ein.
„Die Veranstaltung setzt ein klares Zeichen für den regionalen Obstanbau und stimmt Verbraucherinnen und Verbraucher auf die bevorstehende Saison ein.“
Herausforderungen für den Erdbeeranbau
„Trotz ihrer großen Beliebtheit steht die heimische Erdbeere vor Herausforderungen. Die Anbauflächen in Brandenburg sind in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen – sowohl im Freiland als auch im geschützten Anbau.“
Nach vorläufigen Zahlen wurden 2025 im Freiland rund 118 Hektar für Erdbeeren genutzt, auf denen fast 640 Tonnen geerntet wurden – das niedrigste Ergebnis seit Jahrzehnten und weniger als halb so viel wie der langjährige Durchschnitt.
Auch der geschützte Anbau (Folientunnel und Gewächshäuser) blieb mit etwa 19 Hektar relativ klein, lieferte aber aufgrund hoher Erträge rund 281 Tonnen Erdbeeren.
Witterungseinflüsse, insbesondere Spätfröste und zunehmende Trockenheit, erschweren die Produktion zusätzlich und wirken sich auf Erträge und Planungssicherheit der Betriebe aus.
Auch wirtschaftliche Faktoren wie steigende Betriebskosten, höhere Löhne und wachsende Anforderungen im Pflanzenschutz setzen die rund 60 Erdbeerbetriebe in Brandenburg unter Druck.
Blick in die Zukunft
Innovative Ansätze wie der Einsatz von Agri-Photovoltaik könnten künftig helfen, den Anbau widerstandsfähiger gegenüber Klimarisiken zu machen. Entsprechende Konzepte werden bereits geprüft, um langfristig stabile Ernten zu sichern.
Auch nachhaltige, besonders ressourcenschonende Kreislaufsysteme werden immer wichtiger, zum Beispiel durch ein gezieltes Regenwassermanagement: durch die Wiederverwendung von Wasser werden Verluste nahezu vollständig vermieden und so ein effizienter Umgang mit der knappen Ressource sichergestellt.
Bewusster Konsum als Unterstützung
Mit dem nahenden Saisonstart rückt auch die Bedeutung regionaler Produkte stärker in den Fokus.
„Der Griff zur heimischen Erdbeere stärkt nicht nur die lokale Landwirtschaft, sondern steht auch für Frische, Transparenz und nachhaltigen Genuss.“
„Die Erdbeersaison 2026 verspricht somit nicht nur kulinarische Höhepunkte, sondern bietet auch Anlass, den Wert regionaler Erzeugung neu zu entdecken.“
Quelle: Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e.V.
Veröffentlichungsdatum: 13.05.2026
DLG: PotatoEurope 2026 - Stärkere Verzahnung von Technik und Kartoffeln

