Coldiretti zu Iran-Krise: „Kriegsszenario gefährdet Unternehmen und Familien – außerordentliche Maßnahmen erforderlich“
„Italien erlebt eine Krise, wie es sie seit 80 Jahren nicht mehr gab. Die internationale Lage verbunden mit der Iran-Krise birgt das Risiko schwerwiegender Folgen für Familien und Unternehmen, angefangen bei der explosionsartigen Steigerung der Energie- und Rohstoffkosten.“
Das erklärte Vincenzo Gesmundo, Generalsekretär von Coldiretti, als er bei der Eröffnung der Versammlung der Landwirtschaftsorganisation in Neapel vor 5.000 Mitgliedern und Agrarunternehmern sprach.
Risiko von Preiserhöhungen bei Energiekosten und in der Landwirtschaft
„Der Anstieg der Öl- und Gaspreise“, betonte er, „bedeutet eine sofortige Erhöhung der Rechnungen für die Bürger und steigende Kosten für Agrardiesel, Gewächshausheizung, Chemikalien und Düngemittel.
Dieses Szenario birgt die Gefahr, uns in die gleichen kritischen Situationen zurückzuversetzen wie nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine.
Jetzt ist nicht die Zeit für Kontroversen, sondern für Verantwortung. Es müssen außerordentliche Maßnahmen ergriffen werden, um die Kaufkraft der Familien zu schützen und die Liquidität und Unterstützung der Agrarunternehmen zu gewährleisten, die ein grundlegendes wirtschaftliches und soziales Gut für das Land darstellen.“
Nationale und europäische Strategie für Produktion und Arbeit „Unsere Unternehmen“, so Gesmundo abschließend, „sind es gewohnt, Widerstand zu leisten und in die Zukunft zu blicken, aber wir brauchen eine nationale und europäische Strategie, die Produktion, Arbeitsplätze und Frieden sichert. Wir dürfen nicht zulassen, dass internationale Instabilität 80 Jahre Entwicklung und Sicherheit gefährdet.“
Quelle: Coldiretti.it
Veröffentlichungsdatum: 06.03.2026

