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Chile drängt auf weitere US-Zollbefreiungen für Fruchtexporte

03. September 2026

Frutas de Chile sagt, die Verhandlungen sollten sich auf die Sicherung von Ausnahmeregelungen für einzelne Produkte konzentrieren, nachdem bereits Fortschritte bei Avocados, Kiwis und Orangen erzielt wurden.

Nach Angaben von Frutas de Chile unterstützt der chilenische Fruchtexportsektor das Vorgehen der Regierung bei den Zollverhandlungen mit den USA, wo für viele chilenische Produkte derzeit ein allgemeiner Zollsatz von 12,5 % gilt.

Der Sektorverband hält es für die beste Lösung, Ausnahmen produktbezogen auszuhandeln, anstatt eine Rückkehr zu Zöllen von null Prozent für das gesamte Freihandelsabkommen zwischen Chile und den USA anzustreben. 

Dieser Ansatz hat bereits zu Zollbefreiungen für chilenische Avocados, Kiwis und Orangen geführt.

Chile hat die USA gebeten, rund 900 Produkte in die Liste der zollfreien Waren aufzunehmen. Ein Argument hierfür ist, dass chilenisches Obst eine wichtige Rolle auf dem US-Markt spielt, da ein Großteil davon in der Zeit außerhalb der Erntesaison der nördlichen Hemisphäre eintrifft.

Derzeit sind etwa 53 % des Wertes der chilenischen Exporte in die USA von Zöllen befreit. Regierung und Exportwirtschaft arbeiten nun daran, diesen Anteil zu erhöhen; dabei stehen insbesondere Obst und Meeresfrüchte im Fokus.

Die Gespräche werden voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen online fortgesetzt. US-Vertreter sollen auf die chilenischen Vorschläge und die dazugehörigen Daten mit einem überarbeiteten Angebot reagieren.

Iván Marambio, Präsident von Frutas de Chile, erklärte, der Verband betrachte die produktbezogene Strategie als den praktikabelsten Weg, um unter der aktuellen US-Handelspolitik weitere Ausnahmeregelungen zu erwirken.


Quelle: Fructidor.com, FrutasdeChile.cl

 

Veröffentlichungsdatum: 03.09.2026

Schlagwörter

Chile, US-Zollbefreiungen, Fruchtexporte