Bio-Gemüsemarkt 2026 stark durch Wetterextreme belastet
Seit Juni leidet der Bio-Gemüsemarkt erheblich unter den Folgen des wärmsten Sommers seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Kombination aus anhaltender Hitze, Trockenheit und Unwettern brachte viele Bio-Gemüseerzeuger an ihre Belastungsgrenze, berichtet der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

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Die wechselnden Wetterextreme beeinträchtigten nicht nur deutsche Anbaubetriebe. Auch wichtige europäische Bio-Obst- und Gemüseanbaugebiete in Spanien, Italien und Frankreich waren von Dürre, hohen Temperaturen, Starkregen und Hagel betroffen.
Die Kartoffelknollen fielen durch Hitze und Trockenheit kleiner aus, was die Ernte dezimiert hat. Das geringere Angebot an Bio-Gemüse trifft auf eine stabile bis steigende Nachfrage. Dadurch bleibt der Markt angespannt.
Die schwierigen Anbaubedingungen zeigen, vor welchen Herausforderungen der Bio-Gemüsebau durch zunehmende Wetterextreme und klimatische Veränderungen steht.

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Die deutsche Bio-Apfelernte wird deutlich kleiner als zuvor erwartet. Im Gegensatz zum Gemüse, wo eine reduzierte Verfügbarkeit auf eine stabile bis steigende Nachfrage trifft, gibt es noch ungewöhnlich lange Bio-Äpfel auf Lager aus der alten Ernte.
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Tina Andres, Vorsitzende des Bio-Spitzenverbands BÖLW, kommentiert:„Der Klimawandel macht vor Bio nicht Halt.
Für Bio-Bäuerinnen und -Bauern ist jetzt wichtig, dass ihre Kundschaft ihnen angesichts der klimatischen Herausforderungen die Treue hält.
Allein über ihre Direktvermarktung erwirtschafteten Bio-Höfe zuletzt mehr als 1,6 Milliarden Euro Jahresumsatz: Das ist eine tolle Leistung! Sie ist nur zu halten, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher die frischen, gesunden Lebensmittel ihrer regionalen Höfe weiterhin wertschätzen.
Jeder Cent für ein Bio-Lebensmittel ist dabei eine Investition in Artenvielfalt, in sauberes Wasser und in eine resiliente Landwirtschaft, die nicht abhängig ist von fossil erzeugten Düngern aus Staaten wie Russland und die so vielfältig und regional angepasst arbeitet, dass sie bestmöglich aufgestellt ist unter den harschen Bedingungen des Klimawandels.“
Quelle: BÖLW
Veröffentlichungsdatum: 19.08.2026

