Belgische Salat- und Endivienbauer atmen auf: Blattläuse-Behandlung für ein weiteres Jahr erlaubt
Seit vergangenem Mittwoch dürfen in Belgien mehrere Produkte zur Bekämpfung von Blattläusen vorübergehend eingesetzt werden, darunter auch Movento. Das ist eine gute Nachricht für die Salat- und Endivienbauer.
Nachdem das einzige Pflanzenschutzmittel im vergangenen Jahr vom Markt genommen wurde, konnten viele nicht mehr mit dem Druck der Blattläuse umgehen und erwogen, den Anbau aufzugeben, berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT).

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„Das ist eine sehr gute, aber auch logische Nachricht. Es gibt keine Alternative“, sagt ein Salatbauer. Der Grund für die schlechte Stimmung in der Salatbranche war das Verschwinden des Pflanzenschutzmittels Movento am 1. November. Bereits seit Mai desselben Jahres war ein anderes Mittel gegen Blattläuse, Gazelle, verboten.
Gerade im letzten Jahr war der Druck durch Blattläuse sehr hoch, und Freilandgärtner verloren große Teile ihrer Ernte durch Befall. „Ohne Movento hätten wir in diesem Jahr noch größere Verluste gehabt, und die Zahlen wären noch schlechter ausgefallen“, so Van Bulck weiter.
Movento sowie alternative Mittel auf Basis des Wirkstoffs Spirotetramat erhielten in Belgien eine vorübergehende Notfallzulassung. Ab dem 15. April sind sie für 120 Tage zugelassen.
Das ist eine äußerst positive Nachricht für Salat- und Endivienarten, insbesondere für die im Freien angebauten, erklärt Ilse Leenknegt. Sie ist Beraterin für Salat bei der Forschungsstation für Gemüseanbau in Sint-Katelijne-Waver.
Laut ihr ist die Notfallzulassung das Ergebnis intensiven Lobbyings der Branche. „Außerdem waren bereits in anderen europäischen Ländern Notfallzulassungen in Kraft, was zu unfairen Wettbewerbsbedingungen geführt hat.“
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 20.04.2026

