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Belgien: Umfrage – Digitale Landwirtschaft und Gartenbau gut etabliert, aber Hindernisse bleiben

17. Februar 2026

Die Digitalisierung ist in landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betrieben gut etabliert. Das geht aus einer Umfrage unter 500 Landwirten hervor, die vom Belgischen Bauernverband Boerenbond durchgeführt wurde, berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT).


Bildquelle: Pixabay

Demnach nutzen 75 % der Landwirte mindestens ein digitales Tool in ihrem Betrieb. So verwendet jeder Fünfte einen Roboter zur Unterstützung bei täglichen Aufgaben. Ebenso viele setzen Präzisionstechnologie zur Bekämpfung von Krankheiten ein.

Dennoch sehen sich Landwirte mit Hindernissen konfrontiert, vor allem bei der Digitalisierung durch die Regierung. Sie fordern mehr Einsatz bei der Umsetzung des „Once-Only-Prinzips“.

Die Umfrage zeigt, dass drei Viertel der flämischen landwirtschaftlichen Betriebe ein oder mehrere digitale Tools einsetzen. 

Unter digitalen Tools versteht die Umfrage Präzisionstechnologien, automatische Erkennung oder Registrierung sowie Robotik. Dazu zählen auch Management-Tools, die die Produktion überwachen, sowie Systeme, mit denen Betriebe Online-Einkäufe oder -Verkäufe abwickeln. 

Roboterunterstützung und Präzisionstechnologie

Robotik und Automatisierung sind am weitesten verbreitet (45 %). Eines der beliebtesten Systeme ist die automatische Klimasteuerung in Ställen und Gewächshäusern, die jeder dritte Betrieb nutzt. 

Roboter und autonome Fahrzeuge sind ebenfalls keine Science-Fiction mehr: Jeder fünfte Landwirt verwendet sie für Aufgaben wie Unkrautbekämpfung.

Once-Only-Prinzip

„Es gibt einen unzureichenden Datenfluss zwischen den Tools und den Regierungsdiensten. Daher müssen Landwirte dieselben Informationen mehrfach eingeben. Das sogenannte ‚Once-Only-Prinzip‘, bei dem Daten nur einmal an einem Ort eingegeben werden und alles sofort in Ordnung ist, ist in Flandern sicherlich noch nicht Realität“, sagt Boerenbond.  

Zudem führt die Digitalisierung in der Verwaltung paradoxerweise zu mehr, nicht weniger Bürokratie. „Denn immer mehr Daten werden gefragt, ohne dass ein erkennbarer Mehrwert, Zeitersparnis oder Effizienzgewinne für die Landwirte entstehen.“

„Einige Landwirte fühlen sich sogar gezwungen, externe Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um die ganze Bürokratie in den Griff zu bekommen“, heißt es. Die Bauernvereinigung fordert Projekte, die die administrative Belastung und den Regulierungsdruck verringern.

 

Quelle: Vilt.be

 

 

Veröffentlichungsdatum: 17.02.2026

Schlagwörter

Belgien, Boerenbond, Umfrage, digitale Landwirtschaft, Gartenbau, etabliert