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Ertragseinbußen im Ackerbau, Herausforderungen im Obst- und Gemüsebau Anhaltende Trockenheit: Land Oberösterreich prüft zusätzliche Hilfen für Landwirtschaft

05. August 2026

Angesichts drohender Ernteausfälle und knapper Futterreserven verhandelt Oberösterreich mit dem Bund über rasche Entlastungsmaßnahmen und die Absicherung der Betriebe. Die seit Wochen anhaltende Trockenheit setzt Oberösterreichs Landwirtschaft massiv unter Druck. 

Die Auswirkungen reichen von deutlichen Ertragseinbußen im Grünland und Ackerbau bis hin zu erheblichen Herausforderungen im Obst- und Gemüsebau. 

Besonders kritisch entwickelt sich die Situation für tierhaltende Betriebe: Ausbleibende Niederschläge führen zu sinkenden Futtererträgen und gefährden die Versorgung der Tiere im Herbst und Winter.

„Die Situation ist ernst. Es geht nicht nur um Ertragseinbußen, sondern um die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe und um die Versorgungssicherheit unseres Landes“, so OÖ Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger. Neben der Absicherung von Dürreschäden über die Österreichische Hagelversicherung stehen die Sicherung der Futterversorgung sowie weitere finanzielle Entlastungen im Fokus der Gespräche.

Dürrentschädigungen absichern

Ein zentrales Sicherheitsnetz bildet die Österreichische Hagelversicherung. Gemeinsam mit dem Bund investiert das Land Oberösterreich im Jahr 2026 rund 36 Millionen Euro in die Absicherung landwirtschaftlicher Betriebe gegen Naturgefahren wie Dürre, Hagel und weitere Extremwetterereignisse. 

55 Prozent der Versicherungsprämien werden von der öffentlichen Hand übernommen. Die hohe Durchversicherungsrate zeigt, dass dieses Instrument von den Betrieben breit genutzt wird und ein wesentlicher Bestandteil der betrieblichen Risikovorsorge ist. 

„Unser Ziel ist es, dieses bewährte System gemeinsam mit dem Bund auch künftig finanziell abzusichern und dort weiterzuentwickeln, wo es angesichts zunehmender Wetterextreme notwendig ist“, hält Langer-Weninger fest.

„Die Dürre entwickelt sich über alle betrieblichen Sparten hinweg zu einer betriebswirtschaftlichen Herausforderung für die landwirtschaftlichen Betriebe in Oberösterreich“, so die Agrar-Landesrätin.

Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich informiert auf LK Online laufend darüber, welche Begrünungs- und Zwischenfruchtmischungen sich auch zur Futternutzung eignen und gleichzeitig die geltenden förder- und fachrechtlichen Anforderungen erfüllen. 

Damit erhalten die Betriebe konkrete Empfehlungen, wie vorhandene Flächen bestmöglich zur Absicherung der Futterversorgung genutzt werden können.

Nachhaltige Entlastungsmaßnahmen

Parallel dazu laufen intensive Gespräche mit dem Bund über weitere Entlastungsmaßnahmen. 
Oberösterreichs Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger steht dazu in engem Austausch mit Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Jetzt braucht es rasch wirksame Maßnahmen, die unsere bäuerlichen Familienbetriebe spürbar entlasten und zugleich die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen die Folgen zunehmender Wetterextreme machen. Es geht um die Zukunft der Höfe und um die Versorgungssicherheit in Oberösterreich und ganz Österreich. Dafür arbeiten wir mit Hochdruck an nachhaltigen Lösungen.“ 


Quelle:Land Oberösterreich

Veröffentlichungsdatum: 05.08.2026

Schlagwörter

Trockenheit, Land Oberösterreich, prüft, Hilfen, Landwirtschaft