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Allianz Deutsche Häfen fordert klare Weichenstellungen für nationale Hafeninfrastruktur

08. Juni 2026

Acht führende See- und Binnenhäfen haben sich zur Allianz „Deutsche Häfen“ zusammengeschlossen und richten einen gemeinsamen Appell an die Bundespolitik: Die Hafeninfrastruktur muss als strategische Aufgabe von nationaler Bedeutung anerkannt und – nicht nur auf dem Papier – nachhaltig gestärkt werden.


Acht See- und Binnenhäfen haben sich zur Allianz „Deutsche Häfen“ zusammengeschlossen und appellieren gemeinsam an die Bundespolitik. (Foto © Allianz Deutsche Häfen)

Rund 60 Prozent des deutschen Außenhandels werden heute über die Häfen abgewickelt – ihre Leistungsfähigkeit ist allerdings nicht nur zentral für die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, sondern zudem auch für die Energiewende und nicht zuletzt für die Verteidigungsfähigkeit. 

In diesem Zusammenhang verweisen die Hafeninfrastrukturbetreiber auf erheblichen Handlungsdruck: Der Modernisierungsbedarf der öffentlichen Hafeninfrastruktur beläuft sich auf rund 15 Milliarden Euro – ohne eine bislang nennenswerte Beteiligung des Bundes an dessen Bewältigung.

„Die Häfen übernehmen längst zentrale Aufgaben für Wirtschaft, Energieversorgung und Sicherheit“, sagt Tino Klemm, CFO der Hamburg Port Authority (HPA), stellvertretend für die Mitglieder der Allianz und ergänzt: „Diese nationale Bedeutung muss sich auch in verlässlichen politischen und finanziellen Rahmenbedingungen widerspiegeln.“

Auftakt in Berlin: Politische Weichenstellungen im Fokus

Gemeinsam wollen die Allianz-Mitglieder ihre Positionen nun erstmals im Rahmen einer politischen Veranstaltung unter dem Titel „Wo Resilienz beginnt: Zwischen Energiekrise und Verteidigungspolitik – Die deutschen Häfen als tragende Säulen einer nachhaltigen Infrastruktur der Zukunft“ vorstellen.

  • Wann: Mittwoch, 10. Juni 2026, Einlass ab 18:00 Uhr, Beginn 18:30 Uhr
  • Wo: Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in Berlin, Jägerstraße 1, 10117 Berlin

Im Mittelpunkt stehen die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen der Häfen sowie deren Rolle für die Energie-, Wirtschafts- und Sicherheitspolitik. Geplant sind unter anderem Einblicke aus der Landespolitik, ein Expertenpanel mit Dr. Christoph Ploß (Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, MdB), Christian Bruch (Vorstandsvorsitzender der Siemens Energy AG ), Lars Nennhaus (Vorstand Technik und Betrieb der Duisburger Hafen AG) und Armin Schaus (Oberst i. G. der Bundeswehr, Abteilungsleiter Zivil-militärische Zusammenarbeit) sowie ein anschließendes Get-together mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Weitere Informationen.


Quelle: Hamburger Hafen

Veröffentlichungsdatum: 08.06.2026

Schlagwörter

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