Kartoffeln Österreich: Probleme durch nasses Wetter
Nach einigen Tagen mit guten Rodebedingungen erzwingen die Niederschläge diese Woche wieder eine Pause.
Das für die Aufkäufer verfügbare Angebot hält sich in Grenzen, und die Qualität leidet unter den nassen Bedingungen. Zu der verminderten Qualität kommt langsam die Sorge, ob eine Rodung überhaupt möglich sein wird. Besonders auf schwereren Böden braucht es dazu noch eine längere herbstliche Trockenphase. In jedem Fall ist von sehr schwierigen Rodebedingungen auszugehen.
An der Preissituation hat nichts geändert. In Niederösterreich bleibt die Zweiteilung zwischen 20 und 17 Euro/dt für Aktionsware aufrecht. Zusätzlich werden von einer Erzeugergemeinschaft nun für lagerfähige Ware in guter Qualität mit AMA-Gütesiegel oder GlobalGAP 22 Euro geboten. In der Steiermark liegen die Preise unverändert bei 20 bis 24 Euro, in Oberösterreich bei 24 Euro. Kleinere Anbauflächen, schwächere Erträge und mögliche Ausfälle lassen in Österreich eine eher kleine Gesamternte erwarten.
In Deutschland bereitet der Regen auch Probleme, behindert aber nicht die Versorgung. Die Ernteerwartungen gehen stark auseinander. Durch vermehrte Verkäufe kritischer Partien haben mittlerweile die Preise in Richtung 20 Euro nachgegeben. In Süddeutschland ist dieses Preisniveau bereits Realität. Europaweit schwache Ernten sollten in der Hauptsaison ein hohes Preisniveau ermöglichen.
Quelle: Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Marianne Priplata
Veröffentlichungsdatum: 06.09.2010
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