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Bio Kartoffelhandel: Von viel Solidarität hätten wir nicht einmal geträumt

Ende März machte Bio Bauern aus ganz Deutschland ihrem Unmut Luft und verschenkten ihre Kartoffeln. Der Anlass war die Umstellung auf Importware aus Ägypten und Israel, obwohl noch reichlich heimische Ware vorhanden war. Da in der Regel nur eine Sorte Bio Kartoffeln im Regal liegt, verdrängen die Importe die deutsche Ware und der Landwirt hier hat das Nachsehen. Im schlimmsten Fall landen dann die deutschen Kartoffeln im Müll oder werden verfüttert. Das hat nicht nur katastrophale wirtschaftliche Auswirkungen, auch die ökologischen Aspekte sind mehr als bedenklich.

kleur gruen mit Buchstaben weiss Doch blieb die Aktion der Bauern nicht unbeachtet. Viele Medien haben das Thema aufgegriffen und teilweise sehr ausführlich darüber berichtet. „So viel Interesse, so viel Solidarität hätten wir nie erwartet,“ freut sich Monika Tietke, Geschäftsführerin vom Bio Kartoffel Erzeuger e.V. „ Das Telefon hat an manchen Tagen ununterbrochen geklingelt, auch heute nach fast 4 Wochen kommen Leute auf den Hof und wollen unsere Kartoffeln kaufen“ berichten mehrere Landwirte. An einigen Orten wurden Unterschriften von Kunden gesammelt für die Forderung, wieder regionale Ware in das Sortiment zu nehmen.

Und die Wirkung bleibt nicht aus, der Handel fragt wieder verstärkt deutschen Kartoffeln nach. So können sich z.B. Aldi Nord, EDEKA und REWE freuen, dass sie mehr auf „innere Werte“ als auf die teilweise bessere Optik der ägyptischen und israelischen Ware gesetzt haben, heimische Bio Kartoffeln haben hier immer noch Vorrang.

Darüber freuen sich nicht nur die Kunden und die Bauern, auch die Umwelt zieht ihren direkten Nutzen daraus, weniger CO2 wird erzeugt und deutlich weniger Wasser verbraucht. Das ist aktiver Umweltschutz, der dann auch noch mit einer geschmacklich sehr guten Kartoffel belohnt wird.

www.bke-verein.de



Veröffentlichungsdatum: 30.04.2012
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