Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BayWa-Kundenumfrage: Landwirtschaft wird digitaler – persönliche Beratung bleibt gefragt

27. Oktober 2026

Trotz zunehmender Nutzung digitaler Angebote bleibt der persönliche Kontakt für landwirtschaftliche Betriebe von zentraler Bedeutung. Das zeigt eine aktuelle Kundenumfrage der BayWa AG, an der 530 landwirtschaftliche Betriebe teilgenommen haben. 

93 Prozent der Befragten bewerten persönliche Beratung beim Betriebsmittelkauf als wichtig, 90 Prozent legen Wert auf regionale Nähe. 


Foto © BayWa

  • 93 Prozent der Befragten legen Wert auf persönliche Beratung beim Betriebsmittelkauf, 90 Prozent auf regionale Nähe.
  • 65 Prozent nutzen bereits digitale Anwendungen – Innovationen müssen vor allem den Betriebsalltag erleichtern.
  • Beim Einkauf von Betriebsmitteln zählen neben dem Preis vor allem Verfügbarkeit und Planungssicherheit.

Dabei muss der Austausch nicht zwangsläufig vor Ort stattfinden: Neben der Beratung im Agrarzentrum werden auch Telefon, E-Mail und WhatsApp intensiv genutzt. 

Entscheidend sind kompetente und gut erreichbare Ansprechpartner, die den jeweiligen Betrieb und seine Herausforderungen kennen.

„Landwirtschaftliche Betriebe stehen vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen und müssen täglich weitreichende Entscheidungen treffen. 

Umso wichtiger sind Partner, auf die sie sich verlassen können. Gute Beratung bedeutet dabei mehr als eine reine Produktempfehlung: Unsere Kunden erwarten Fachkompetenz, Erreichbarkeit, Ehrlichkeit und Vertrauen sowie ein echtes Verständnis für ihre betriebliche Situation. 

Genau hier sehen wir unsere Verantwortung: Wir wollen an der Seite der Landwirtschaft stehen und unseren Kunden auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner sein“, sagt Armin Kolditz, Segmentleiter Agrar der BayWa AG.

Neben dem Preis zählen Verfügbarkeit und Planungssicherheit

Auch wirtschaftliche Kriterien spielen beim Einkauf von Betriebsmitteln eine zentrale Rolle. 

85 Prozent der Befragten bewerten den Preis als sehr wichtig. Allerdings geben nur 21 Prozent an, primär zum niedrigsten Preis einzukaufen. 

39 Prozent wägen je nach Situation zwischen Preis und Verfügbarkeit ab, weitere 40 Prozent bevorzugen planbare, stabile Preise und eine sichere Versorgung.

„Angesichts schwankender Märkte und des wirtschaftlichen Drucks bleibt der Preis für landwirtschaftliche Betriebe ein entscheidender Faktor. 

Unsere Umfrage zeigt aber, dass die Betriebe bei ihren Einkaufsentscheidungen unterschiedliche Anforderungen miteinander abwägen. 

Neben wettbewerbsfähigen Preisen zählen insbesondere Verfügbarkeit, transparente Marktinformationen und Planungssicherheit. 

Für die Betriebe ist entscheidend, ihre Einkäufe wirtschaftlich und vorausschauend planen zu können“, kommentiert Kolditz.

Digitalisierung muss im Betriebsalltag überzeugen

Digitale Anwendungen gehören für viele landwirtschaftliche Betriebe bereits zum Alltag: 65 Prozent der Befragten nutzen entsprechende Tools, etwa digitale Schlagkarteien oder GPS-gestützte Systeme. 

Besonders gefragt sind digitale Wetter-, Markt- und Preisbenachrichtigungen, die 60 Prozent als sehr wichtig bewerten.

Auch bei Innovationen steht der konkrete Nutzen im Vordergrund. In den offenen Antworten verbinden die Befragten Innovation insbesondere mit Arbeitserleichterung, Zeitersparnis und Wirtschaftlichkeit.

Gefragt sind damit weniger technische Neuerungen um ihrer selbst willen als Lösungen, die Abläufe vereinfachen, Kosten reduzieren oder betriebliche Entscheidungen erleichtern. 

Digitale Angebote ergänzen dabei die persönliche Beratung, ersetzen sie aber nicht.

Unterschiedliche Betriebe, unterschiedliche Anforderungen

Die Umfrage zeigt, dass die Anforderungen an den Agrarhandel insbesondere nach Betriebsgröße, Betriebsform, Alter und Erwerbsstruktur variieren. Regionale Unterschiede spielen dagegen eine geringere Rolle.

„Die Ergebnisse zeigen uns, wo wir unser Angebot weiterentwickeln können. 

Gemeinsam mit unseren Fachbereichen wollen wir daraus konkrete Maßnahmen ableiten – von der persönlichen Beratung und Erreichbarkeit über Markt- und Preisinformationen bis hin zu digitalen Services.

Entscheidend ist dabei nicht, möglichst viele neue Angebote zu schaffen, sondern Lösungen zu entwickeln, die unseren Kunden tatsächlich helfen. 

Denn eine starke Partnerschaft bedeutet für uns, zuzuhören, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Betriebe zu verstehen und unser Angebot daran auszurichten“, so Kolditz.

Über die BayWa Agrar Kundenumfrage 2026

An der Kundenumfrage der BayWa Agrar nahmen 530 landwirtschaftliche Betriebe teil. Die Befragung wurde im Mai und Juni 2026 unter anderem über Kundenmailings, Newsletter, soziale Medien, persönliche Kundenkontakte sowie auf regionalen Veranstaltungen verbreitet, bei denen Kunden ebenfalls teilnehmen konnten. 

Sie umfasste 28 Fragen zu Betriebsstrukturen, Einkaufsverhalten, Lieferung und Abholung, Beratung, Digitalisierung und Erwartungen an den Agrarhandel.

 

Quelle: BayWa AG

Veröffentlichungsdatum: 27.10.2026

Schlagwörter

BayWa-Kundenumfrage, Landwirtschaft, Digital