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Umsatz in der flämischen Landwirtschaft und im Gartenbau sinkt um fast 10%

26. Oktober 2026

Das Jahr 2026 wird den Landwirten und Landwirtinnen nicht als gutes Jahr in Erinnerung bleiben. Aufgrund der außergewöhnlichen Dürre und Hitze fielen die Erträge bei vielen Kulturen geringer aus. Zudem sanken die Preise deutlich, während die Produktionskosten stiegen.


Bildquelle: Pixabay

Der Umsatz beläuft sich auf 7,33 Milliarden EUR, ein Rückgang um 9,5 % gegenüber dem Vorjahr, wie  das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT) gestützt auf die Jahresbilanz des Bauernverbandes (Boerenbond) für das Produktionsjahr berichtet.

Die Landwirte und Landwirtinnen mussten hart arbeiten, um die Folgen von Dürre und Hitze zu bewältigen, doch harte Arbeit bedeutet nicht zwangsläufig ein hohes Einkommen. 

Die Gewinnspannen in der Landwirtschaft und im Gartenbau stehen unter Druck, es ist zu befürchten, dass sich dies auch auf künftige Investitionen in die Nachhaltigkeit auswirken wird. 

Die Bundesregierung sucht derzeit aktiv nach zusätzlichen Mitteln. 

Der Bauernverband betont, dass dies keinesfalls der richtige Zeitpunkt sei, um die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Betriebe durch weitere Kostensteigerungen zusätzlich zu belasten. 

Die Dürre und die Hitzewellen haben den Ackerbau, den Obst- und Gemüseanbau sowie die Futterpflanzenproduktion schwer getroffen. 

Besonders stark betroffen sind Kartoffeln (-25 %). Auch die Erntemengen bei Bohnen (-15 %), Zucchini (-9 %), Äpfeln (-7,2 %) und Birnen (-7 %) sind zurückgegangen. 

Andere Kulturen wie Karotten (+8 %), Gurken (+6 %) und Lauch (+5 %) schnitten hingegen besser ab als im Vorjahr. 

Die Ertragslage variiert je nach Sektor

Der Bauernverband schätzt den Gesamtschaden durch Hitze und Dürre auf 260 Millionen EUR. Während einige Betriebe stärker getroffen wurden als andere, beziffert der Verband den durchschnittlichen Schaden auf 16.000 EUR pro professionellem Agrarbetrieb.
 
Gleichzeitig hat das Jahr deutlicher denn je gezeigt, wie wichtig Klimaanpassungsmaßnahmen sind. Dem Bauernverband zufolge sind die Schäden in dem Jahr 2026 dank früherer Investitionen der Landwirte und Landwirtinnen und Gartenbauer/innen geringer ausgefallen als in dem Dürrejahr 2018. 

„Die Landwirte haben bereits in Maßnahmen wie die Wassergewinnung und Tropfbewässerung investiert, um der Dürre zu begegnen“, so der Verband. 

„Das Thema Hitze erfordert einen neuen Ansatz, der weitere konkrete Schritte ermöglicht. Eine leistungsfähige, umfassende Wetterversicherung muss dabei das letzte Puzzleteil bilden.“

Nur in drei Sektoren stiegen die Umsätze 

Im Ackerbau sank der Gesamtumsatz um 15,3 %, besonders auffällig war der Rückgang bei Kartoffeln (-46,1 %). 

Auch bei Gemüse für die verarbeitende Industrie (-17 %) sowie für den Frischmarkt (-11 %) gingen die Umsätze zurück. 

Deutlich besser entwickelte sich der Gewächshausgartenbau mit einem Zuwachs von 20,5 %. 

Der Gesamtumsatz der flämischen Land- und Gartenbauwirtschaft belief sich 2026 auf 7,33 Milliarden EUR, das sind 3,1 % weniger als in dem Fünfjahresdurchschnitt.


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 26.10.2026

Schlagwörter

Umsatz, Belgien, Landwirtschaft, Gartenbau