COAG warnt: Thrips parvispinus befällt bereits 100% der Paprikaernte in Almería und breitet sich auch auf Gurken aus
Die Warnung stammt von der Agrarorganisation COAG Almería, die angesichts dieser Lage dringende Maßnahmen fordert. Der Verband weist darauf hin, dass er bereits seit mehr als einem Jahr Ausnahmegenehmigungen für Pflanzenschutzmittel fordert, die in anderen Kulturen bereits eingesetzt werden, so berichtet Hortoinfo.es.
Bildquelle: Pixabay
Die Koordination der Landwirte- und Viehzüchterorganisationen (COAG) in Almería warnt, dass der Befall durch Thrips parvispinus bereits 100 % der Paprikaernte in den Gewächshäusern der spanischn Provinz Almería, sowohl in der Region Poniente als auch in Levante, betrifft und sich zudem auf Gurken ausweitet.
Bei einem Treffen mit dem stellvertretenden Regierungsbeauftragten in Almería, José María Martín, forderte die Agrarorganisation dringende Maßnahmen und betonte, dass die Situation besorgniserregender sei als im Vorjahr.
COAG Almería weist darauf hin, dass Thrips parvispinus erstmals im Jahr 2020 in Almería nachgewiesen wurde, damals in Zierpflanzenkulturen. Seit der Saison 2022/23 hat das Auftreten des Schädlings sprunghaft zugenommen, zunächst in der Region Poniente, dann in der Region Levante.
COAG Almería sagt, dass sie bereits seit mehr als einem Jahr Ausnahmegenehmigungen für Pflanzenschutzmittel fordern, die bei anderen Kulturen bereits eingesetzt werden.
Im November 2025 kritisierte der Verband das Ausbleiben von Fortschritten bei der Zulassung neuer Wirkstoffe zur Bekämpfung von Parvispinus, da „die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln nicht angeben, welcher Wirkstoff beantragt werden sollte. Wir befinden uns derzeit genau in der befürchteten kritischen Situation, erschwert dadurch, dass die Landwirte/-innen zudem in biologische Bekämpfungsmaßnahmen investieren, was mit erheblichen Mehrkosten verbunden ist, ohne dass dies zu positiven Ergebnissen führt.“
Laut COAG ist es dringend erforderlich, dass „die Verwaltung den Obst- und Gemüsesektor unterstützt, indem sie die notwendigen Wirkstoffe zulässt und die bürokratischen Hürden bei den Verfahren abbaut, genau diese Bürokratie nennen die Pflanzenschutzunternehmen als Haupthindernis bei der Erneuerung ihrer Zulassungen. Ein zu spätes Handeln könnte verheerende Folgen haben.“
Der Verband weist darauf hin, dass Paprika derzeit die wichtigste unter Glas oder Folie angebaute Kultur ist, mit einer Fläche von rund 12.400 Hektar im Jahr 2025.
Ein Verzicht auf diesen Anbau oder eine Reduzierung der Anbauflächen würde das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf den Lebensmittelmärkten erheblich stören.
Quelle: Hortoinfo.es
Veröffentlichungsdatum: 19.10.2026

