Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Trockenheit setzt Gemüseernte unter Druck efko setzt auch in herausforderndem Erntejahr auf österreichische Rohwaren

15. Oktober 2026

Trockenheit, Hitze und hoher Schädlingsdruck haben die Erntemengen bei Kartoffeln und weiteren Gemüsearten deutlich reduziert. Kleinere Knollen, Fraßschäden und ein höherer Sortieraufwand verringern zusätzlich den Anteil der vermarktungsfähigen Ware. 

efko hält dennoch an seinen langjährigen Partnerschaften mit der heimischen Landwirtschaft fest und setzt weiterhin auf Rohwaren aus heimischem Anbau. 


Auch in einem herausfordernden Erntejahr setzt efko auf heimische Rohwaren und sichert die geplanten Produktionsmengen. (Foto © efko)

Ihre Beschaffung ist in diesem Erntejahr allerdings deutlich anspruchsvoller und aufwendiger. Damit heimisches Gemüse auch künftig in Österreich angebaut und verarbeitet werden kann, braucht es wirtschaftlich tragfähige Bedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Die außergewöhnlich trockene und heiße Saison hat deutliche Spuren in der österreichischen Gemüseernte hinterlassen. 

Besonders angespannt ist die Situation bei Kartoffeln. Auch bei einzelnen Krautarten und Wurzelgemüse wie Roten Rüben, Karotten und Sellerie fallen die Erntemengen geringer aus. 

efko setzt jedoch auch in diesem schwierigen Erntejahr auf Rohwaren aus heimischem Anbau. Die geringeren Erntemengen erfordern dabei eine deutlich breitere und aufwendigere Beschaffung.

Langfristige Partnerschaften mit der heimischen Landwirtschaft und ein über Jahre gewachsenes Lieferantennetzwerk sind daher wichtiger denn je. 


efko-Geschäftsführer Thomas Krahofer setzt auf langfristige Partnerschaften mit heimischen Produzent:innen. (Foto © efko)

 

„Die diesjährige Ernte zeigt sehr deutlich, dass eine Versorgung mit heimischen Lebensmitteln keine Selbstverständlichkeit ist. 

Wir stehen gerade in einem schwierigen Jahr zu unseren österreichischen Partnerbetrieben und halten an heimischen Rohwaren fest. 

Das gelingt nur, wenn Landwirtschaft und Verarbeitung wirtschaftlich tragfähig arbeiten können“, betont Thomas Krahofer, Geschäftsführer von efko.

Trockenheit reduziert Erntemengen bei mehreren Gemüsekulturen

Die anhaltende Trockenheit hat sich 2026 auf viele Gemüsekulturen ausgewirkt. Bei Weiß- und Rotkraut werden geringere Erntemengen erwartet. Auch bei Roten Rüben, Karotten und Sellerie liegen die verfügbaren Mengen unter der

ursprünglichen Planung. Je nach Kultur beeinflussen die Witterungsbedingungen nicht nur den Ertrag, sondern auch Größe und Beschaffenheit der Rohware sowie den Aufwand für Sortierung und Verarbeitung.

Heimische Landwirtschaft braucht verlässliche Verarbeitung

Die efko Unternehmensgruppe verarbeitet und veredelt jährlich rund 90.000 Tonnen von 70 Obst- und Gemüsesorten. 120 Landwirt:innen aus der Region sind Teil der OÖ Obst- und Gemüseverwertungsgenossenschaft und damit eng mit efko verbunden. 

Diese Struktur steht für eine über Jahrzehnte gewachsene Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und Verarbeitung. 

Rohwaren aus heimischem Anbau bleiben für efko die zentrale Grundlage der Produktion.

Aktuelle Entwicklungen in der österreichischen Lebensmittelproduktion zeigen, wie verletzlich regionale Wertschöpfungsketten sind. 

Fallen Verarbeitungskapazitäten und verlässliche Abnehmer weg, verlieren landwirtschaftliche Betriebe nicht nur Absatzmöglichkeiten. Gefährdet sind auch Wissen, Investitionen, Arbeitsplätze und die langfristige Verfügbarkeit heimischer Lebensmittel.

Neben geringeren Erntemengen und dem höheren Aufwand in der Rohwarenbeschaffung steigen auch die Kosten für Energie, Personal und die Verarbeitung an österreichischen Standorten. Die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln setzt daher voraus, dass alle Stufen der Wertschöpfungskette wirtschaftlich bestehen können. 

„Wer auch künftig heimisches Gemüse im Regal will, muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass es in Österreich angebaut und verarbeitet werden kann. Wetterextreme werden den Gemüseanbau weiter fordern. 

Gleichzeitig müssen heimische Verarbeitungsbetriebe im internationalen Wettbewerb bestehen können. 
Faire Bedingungen und Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind deshalb eine Voraussetzung für Versorgungssicherheit“, ruft Krahofer zum Schulterschluss von Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Politik und Gesellschaft auf.

efko Frischfrucht und Delikatessen GmbH

Die efko Frischfrucht und Delikatessen GmbH ist der bedeutendste Sauergemüsehersteller Österreichs. 
efko steht für Eferdinger Kostbarkeiten und ist ein international ausgerichtetes Unternehmen mit Hauptsitz in Eferding/Oberösterreich und Tochtergesellschaften in Tschechien (efko-Veselí und machland-Veselí). 

Auch die Firmen Geißlmayr in Eferding/Oberösterreich, machland in Naarn/Oberösterreich, die Stiftsgärtnerei Wilhering in Wilhering/Oberösterreich sowie Vitana in

Niederösterreich gehören zur efko Gruppe. 1941 erfolgte die Gründung der Gartenbaugenossenschaft Eferding – die Vorläuferin der heutigen efko.

Aufgrund der efko Beteiligungsstruktur sind 49 Prozent des Unternehmens im Besitz der OÖ Obst- und Gemüseverwertungsgenossenschaft. 

120 Landwirt:innen aus der Region, die Obst und Gemüse in bester Qualität und nach strengen Kriterien produzieren, sind Teil dieser Genossenschaft.

Die efko Unternehmensgruppe verarbeitet und veredelt jährlich rund 90.000 Tonnen von 70 Frucht- und Gemüsesorten. 

Derzeit beschäftigt die efko Unternehmensgruppe rund 678 Mitarbeiter:innen. Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Umsatz von 197,7 Mio. Euro erwirtschaftet.

efko unterstützt den unabhängigen Verein Land schafft Leben. 

Das Ziel des Vereins ist es, den Konsument:innen den Wert österreichischer Lebensmittel bewusst zu machen und gemeinsam mit allen Beteiligten der Produktionskette aufzuzeigen, was ein Lebensmittel ausmacht. 

Durch die Förderung von Land schafft Leben leistet efko einen wertvollen Beitrag, mehr Transparenz und Objektivität in die Diskussion um Lebensmittelqualität, Nachhaltigkeit und Regionalität zu bringen.

Weitere Informationen.


Quelle: efko, OTS

Veröffentlichungsdatum: 15.10.2026

Schlagwörter

Österreich, efko, Erntejahr, Gemüseernte, Druck