Flandern: Ökologische Bewirtschaftung von Ackerland bringt Klimavorteile
Die flämische Genossenschaft De Landgenoten aus Antwerpen erwirbt seit 2014 landwirtschaftliche Flächen für den ökologischen Anbau. Die Landwirte/-innen erhalten dadurch langfristige Sicherheit und arbeiten an dem Aufbau humusreicher Böden.
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Der Wirkungsbericht „Alles begint bij grond“ (Alles beginnt beim Boden) zeigt, dass 12 Jahre ökologischer Bewirtschaftung zu erheblichen Klimavorteilen geführt haben, wie das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT) berichtet.
Auf einer Fläche von nur 72 Hektar wurden 533 Bäume gepflanzt, fast 15.000 m² Blühstreifen angelegt und jährlich 13 Tonnen Kohlenstoff gebunden.
Gemeinsam mit 2.050 Anteilseignern/-innen und 1.197 Spendern/-innen hat die Organisation bislang 72,34 Hektar Land erworben, verteilt auf 19 landwirtschaftliche Betriebe.
Für den diesjährigen Bericht wurden erstmals alle angeschlossenen Landwirte/-innen befragt, um die Auswirkungen auf Klima und Artenvielfalt zu erfassen.
Dank der gesamten von De Landgenoten bewirtschafteten Fläche werden schätzungsweise jährlich zusätzlich 13 Tonnen Kohlenstoff gespeichert und 79.200 m³ fruchtbarer Oberboden geschützt, was 31 olympischen Schwimmbecken voller wertvoller Erde entspricht.
Lebendiger Boden speichert bis zu einem Drittel mehr Wasser, was sowohl Dürren als auch Überschwemmungen entgegenwirkt.
Die Landwirte/-innen verzichten auf Kunstdünger sowie chemische Pflanzenschutzmittel und setzen stattdessen zu 100 % auf natürliche Nährstoffe wie Kompost und Wirtschaftsdünger.
Zudem bewirtschaften sie 83 % ihrer Flächen nach dem Prinzip der pfluglosen Bodenbearbeitung, um das Bodenleben zu schonen.
Gemeinsam verfügen sie über 42 Hektar kräuterreiches Grünland, 5.160 m Waldränder und Hecken sowie 14.970 m² Blühstreifen, die Bienen, Vögeln und Insekten als Lebensraum dienen.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 12.10.2026

