Zukunft des europäischen Kartoffelsektors 1. Internationales Kartoffelsymposium bringt 250 Fachleute zusammen
Das erste Internationale Kartoffelsymposium, das am 5. Oktober in Madrid stattfand, brachte rund 250 Fachleute aus ganz Europa zusammen. Die Veranstaltung bot der gesamten Wertschöpfungskette im Kartoffelsektor eine wichtige Plattform, um Perspektiven auszutauschen, gemeinsame Herausforderungen zu erörtern und Zukunftschancen auszuloten.
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Foto © Europatat
Das Symposium wurde von FEPEX in Zusammenarbeit mit der Fruit Attraction und Europatat organisiert. Es fand am Vorabend der Fruit Attraction 2026 statt, auf der die Kartoffel zum diesjährigen Starprodukt gewählt wurde.
Bei der ersten Ausgabe kamen Vertreter aus Kartoffelerzeugung, Handel und Verarbeitung sowie von Betriebsmittelanbietern, Branchenorganisationen und öffentlichen Institutionen zusammen.
Damit wurde die Bedeutung des Dialogs und der Zusammenarbeit entlang der europäischen Wertschöpfungskette im Kartoffelsektor unterstrichen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Grußworten von Cecilio Peregrín, Präsident von FEPEX; Alejandro Lorca, stellvertretender Generaldirektor für Obst, Gemüse und Weinbau im spanischen Ministerium für Landwirtschaft; sowie Joaquín Antonio Pino, Regionalminister für Landwirtschaft der Region Kastilien und León.
Im Laufe des Nachmittags befassten sich die Vortragenden mit einigen der drängendsten Herausforderungen des europäischen Kartoffelsektors.

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Dazu zählten Entwicklungen bei Erzeugung und Vermarktung, Wettbewerbsfähigkeit, Pflanzengesundheit, Innovation und Nachhaltigkeit.
Peter Ton, Präsident von Europatat, eröffnete die Fachvorträge mit einem Überblick über die Herausforderungen für die europäische Kartoffelerzeugung und den Kartoffelhandel.
Er hob hervor, dass der Kartoffelanbau durch den Klimawandel, zunehmende Herausforderungen im Bereich der Pflanzengesundheit, die Wasserverfügbarkeit und steigende Kosten immer komplexer werde.
Zugleich betonte er die Bedeutung eines gut funktionierenden EU-Binnenmarkts, eines fairen internationalen Handels und klarer, praktikabler Regelungen.

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Auch die Pflanzengesundheit stand im Mittelpunkt des Symposiums. Romans Vorss, Direktor für technische Angelegenheiten bei Europatat, befasste sich mit aktuellen und neu auftretenden pflanzengesundheitlichen Risiken für den Kartoffelanbau in Europa.
Er betonte, wie wichtig eine frühzeitige Erkennung, wirksame Prävention und koordinierte Maßnahmen seien – beispielsweise durch Forschungsprogramme wie PATAFEST und POMATO.
Michal Kicinski, Senior Manager für nachhaltige Landwirtschaft bei CropLife Europe, gab einen Überblick über die Pflanzenschutzlösungen, die europäischen Landwirten zur Verfügung stehen, sowie über die Herausforderungen, ein wirksames Instrumentarium zum Schutz der Kulturen vor Schädlingen und Krankheiten zu erhalten.
Auch Innovation spielte eine wichtige Rolle.
Alberto Martín von Corteva Agriscience stellte das Potenzial biologischer Lösungen vor, die Effizienz der Nährstoffnutzung zu verbessern und den Kartoffelanbau zu unterstützen.

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Zum Abschluss des Symposiums fand eine Podiumsdiskussion über den spanischen Kartoffelsektor statt.
Moderiert wurde sie von Alfonso Sáenz de Cámara, Vorsitzender des Kartoffelsektorausschusses von FEPEX.
Teilnehmende waren Yolanda Medina, Präsidentin von ASONAL; Eduardo Ramos, Vertreter von CIPP; und Christian Cerezo, Agro Lead Southwest bei PepsiCo.
Die Diskussion bot Gelegenheit, die Herausforderungen und Chancen des spanischen Sektors aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten.

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In ihrem Schlusswort betonte Berta Redondo, Generaldirektorin von Europatat, wie wichtig die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Kartoffelsektor sei, um den zunehmend miteinander verknüpften Herausforderungen zu begegnen.
Von Klimaresilienz und Pflanzengesundheit bis hin zu Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und regulatorischen Entwicklungen seien mehr Koordination, ein konstruktiver Dialog und gemeinsame Lösungen gefragt.
Redondo begrüßte zudem die große Beteiligung an der ersten Ausgabe und hob den Mehrwert hervor, Fachleute und Organisationen aus verschiedenen Ländern und Bereichen des Kartoffelsektors zusammenzubringen.
Das Symposium bot nicht nur Gelegenheit zum Austausch von Wissen und Erfahrungen, sondern auch einen wichtigen Rahmen, um berufliche Kontakte zu knüpfen und die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene zu stärken.

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Darüber hinaus unterstrich sie die Bedeutung eines starken und geeinten europäischen Kartoffelsektors, der Veränderungen vorausschauend begegnen, gemeinsame Prioritäten erkennen und sicherstellen kann, dass die Anliegen des Kartoffelhandels und der gesamten Wertschöpfungskette in den europapolitischen Diskussionen Gehör finden.
Die erfolgreiche erste Ausgabe des Internationalen Kartoffelsymposiums, die im Rahmen einer besonderen Ausgabe der Fruit Attraction mit der Kartoffel als Starprodukt stattfand, unterstrich zugleich die strategische Bedeutung der Kartoffel für die europäische Landwirtschaft, die Ernährungssicherheit und die ländlichen Räume.

„Europatat bedankt sich bei FEPEX und IFEMA Madrid für die erfolgreiche Initiative, bei allen Vortragenden und Teilnehmenden für ihre wertvollen Beiträge sowie bei den Sponsoren und Partnern, die die Veranstaltung unterstützt und ermöglicht haben.“
Veröffentlichungsdatum: 09.10.2026
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