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Herkunftstransparenz „GUT ZU WISSEN“ Österreich: Gemeinsames Bekenntnis von LKÖ und WKÖ für mehr Transparenz am Teller

29. September 2026

Ein gemeinsames Bekenntnis für mehr Herkunftstransparenz am Teller haben die Präsident:innen der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Martha Schultz, und der Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ), Josef Moosbrugger, abgelegt. 

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts sollen in den nächsten Jahren primär digitale Möglichkeiten und Systeme ausgelotet werden, um den Gästen in der Gastronomie auf einfache und unbürokratische Weise mehr Informationen über die Herkunft zentraler Produkte zu bieten. 


LK Österreich-Initiative „GUT ZU WISSEN“. Kooperationsprojekt soll praktikable und unbürokratische Wege für mehr Herkunftskennzeichnung entwickeln. (Foto © LKÖ / APA / Tanzer)

Ziel ist mehr Transparenz und Wahlmöglichkeit für die Konsumentinnen und Konsumenten, ohne die Gastronomiebetriebe zusätzlich zu belasten. Gleichzeitig soll ein Wirtepaket ausgearbeitet werden, das spürbare Entlastungen für die Gastronomie bringt.

GUT ZU WISSEN bietet schon Transparenz bei 94,5 Mio. Essensportionen jährlich

Das nun gestartete Gemeinschaftsprojekt von WKÖ und LKÖ basiert auf der erfolgreichen LKÖ-Initiative "GUT ZU WISSEN", die bereits jährlich bei 94,5 Mio. Essensportionen an 1.280 Standorten der Gemeinschaftsverpflegung, Gastronomie und Hotellerie die Herkunft der Primärzutaten Milch, Fleisch und Eier auslobt. 

Vielen ist die rot-weiß-rote GUT ZU WISSEN-Lupe auch aus den Speisewägen der ÖBB bekannt.

Herzstück ist ein modernes, digitales Transparenzsystem, das schon heute Herkunftsinformationen einfach, ressourcenschonend und auf Knopfdruck für unterschiedliche Ausgabekanäle wie Speisekartenbeilagen, Aushänge oder digitale Anwendungen bietet. 

Jährliche Überprüfungen durch unabhängige Kontrollstellen garantieren auch Nachvollziehbarkeit und Glaubwürdigkeit.


Josef Moosbrugger. (Foto © LKÖ / APA-Fotoservice / Schedl)

Moosbrugger: Gemeinsam bei zentralem Gesellschaftsthema weiterkommen

"In den letzten Jahren haben wir vielfach öffentlich diskutiert, was welche Seite braucht oder nicht kann. 

Jetzt gibt es erstmals, auch wegen verbesserter digitaler Möglichkeiten, ein gemeinsames Bekenntnis von Landwirtschafts- und Wirtschaftskammer, bei diesem für die Bauernschaft und Bevölkerung zentralen Thema weiterkommen zu wollen - im Sinne aller Seiten", betont Moosbrugger. 

"Wir bewerten es sehr positiv, dass die neue WKÖ-Präsidentin Schultz - gemeinsam mit uns einen Weg sucht, der mehr Herkunftstransparenz mit den berechtigten Anliegen der Gastronomiebetriebe verbindet. 

Ihre Erfahrung als Unternehmerin in Hotellerie und Tourismus ist dabei besonders wertvoll", betont Moosbrugger und verweist auf Umfragen, denen zufolge ein überragender Bevölkerungsanteil eine verbesserte Herkunftskennzeichnung in möglichst vielen Bereichen fordert.

Gemeinsamer Schritt nach vorne - Projekt mit laufender Evaluierung

"Nach intensiven Gesprächen haben wir uns entschieden, gemeinsam diesen Schritt nach vorne anzutreten. 

Begleitet von einer Expertengruppe, die gleichermaßen Wirte- und Landwirtschaftsvertreter:innen umfasst, soll das Kooperationsprojekt Wege ausloten und Möglichkeiten aufzeigen, wie eine verbesserte, flächendeckende und für die Gastronomen einfach umsetzbare Herkunftskennzeichnung gelingen kann. 

Es soll nicht nur nach einiger Zeit einen vorläufigen Bericht geben. Vielmehr ist wichtig und geplant, laufend alle Seiten zu informieren und mit ihren Anliegen und Bedenken einzubinden und zu berücksichtigen. 

Nur so kann es gelingen, gemeinsam weiterzukommen und etwaige Hindernisse aus dem Weg zu räumen", unterstreicht der LKÖ-Präsident. 

"Ziel des Projekts ist es, am Ende des Tages eine Basis für eine flächendeckende, einheitliche Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie zu schaffen. 

Umgekehrt wird es auch notwendig sein, für Wirtinnen und Wirte, die das umzusetzen haben, Erleichterungen an anderer Stelle zu erwirken", so Moosbrugger.

Schultz: Klares Bekenntnis zu gemeinsamem Weiterkommen

"Unsere Gastronomiebetriebe stehen enorm unter Druck - durch Auflagen und Bürokratie, hohe Kosten sowie Steuern und Abgaben. 

Deshalb ist für mich klar: Zusätzliche Belastungen darf es nicht geben. Gleichzeitig wünschen sich viele Gäste mehr Transparenz über die Herkunft von Lebensmitteln. 

Wir werden uns daher anschauen, wie mehr Herkunftstransparenz digital, praktikabel und ohne zusätzliche Bürokratie für unsere Betriebe funktionieren kann. 

Entscheidend ist, die Gastronomie dabei eng einzubinden und laufend zu evaluieren, was sich in der Praxis bewähren könnte", betont WKÖ-Präsidentin Schultz. 

"Für mich gehören dabei zwei Dinge zusammen: eine praktikable Lösung für mehr Herkunftstransparenz und ein Gesamtpaket, das unsere Wirte spürbar entlastet. 

Wir haben uns auf einen gemeinsamen Pfad verständigt und werden jetzt prüfen, welche Lösungen sich in der Praxis bewähren. 

Auf dieser Grundlage können wir dann über die weitere Umsetzung entscheiden", so Schultz.

 

Quelle: LK Österreich

Veröffentlichungsdatum: 29.09.2026

Schlagwörter

Landwirtschaftskammer Österreich, „GUT ZU WISSEN“, Wirtschaftskammer Österreich, Herkunftstransparenz