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Coexphal fordert Überprüfung des EU-Marokko-Abkommens zum Schutz der europäischen O&G-Produktion

22. September 2026

Die Organisation erklärt, sie sei nicht gegen Handelsbeziehungen mit Marokko, lehne jedoch einen Rahmen ab, der ihrer Ansicht nach zu unlauterem Wettbewerb für europäische Erzeuger führt.


Bildquelle: Pixabay

Der Verband der Obst- und Gemüseerzeugerorganisationen von Almería (COEXPHAL), in Spanien, hat erneut betont, dass die EU das derzeitige Assoziierungsabkommen mit Marokko gründlich überprüfen muss, beichtet Hortoinfo.es.

Ziel ist es sicherzustellen, dass für Obst- und Gemüseimporte aus Drittländern dieselben Anforderungen hinsichtlich Umwelt, Pflanzengesundheit, Arbeitsbedingungen und Rückverfolgbarkeit gelten wie für europäische Landwirte und Landwirtinnen.

COEXPHAL ist der Ansicht, dass die Debatte über die Beziehungen zwischen der EU und Marokko nicht auf einen Abbruch oder eine Abschaffung von Handelsabkommen hinauslaufen sollte, sondern vielmehr auf die Korrektur von Ungleichgewichten, die der europäische Produktionssektor seit Jahren anprangert.

Luis Miguel Fernández Sierra, Geschäftsführer von COEXPHAL, betonte, die Haltung der Organisation sei eindeutig: „Unser Sektor lehnt ein Abkommen mit Marokko nicht ab. Wir wollen ein Abkommen, das faire Wettbewerbsbedingungen schafft.“

Fernández Sierra erläuterte, die Sorgen des Sektors bezögen sich vor allem auf die Nichteinhaltung bestimmter Kontrollmechanismen des aktuellen Abkommens sowie auf das Fehlen von Garantien, die verhindern würden, dass Produkte aus der Westsahara von denselben Handelsvorteilen profitieren wie marokkanische Exporte.

„Quoten werden nicht eingehalten, Zölle nicht erhoben und die Pflanzenschutzanforderungen entsprechen nicht denen der europäischen Erzeuger/innen. Zudem verdrängt diese Produktion von außerhalb der EU eindeutig die europäische Produktion“, so der Leiter von COEXPHAL. 

„Wir fordern lediglich, dass jeder, der in die EU exportieren möchte, nach denselben Regeln spielt wie die europäischen Erzeuger.“

Die Organisation weist darauf hin, dass diese Forderung nicht neu ist. Tatsächlich unterzeichneten Erzeuger/innen und Verbände aus Spanien, Frankreich, Italien, Portugal, den Niederlanden und anderen europäischen Ländern bereits im Februar dieses Jahres auf der Fruit Logistica, in Berlin, das „Manifest zur Verteidigung der europäischen Tomate“. 

Dieses an EU-Institutionen, nationale Regierungen und Mitglieder des Europäischen Parlaments gerichtete Dokument fordert eine Überprüfung des Handelsabkommens mit Marokko.

Zu den in dem Manifest enthaltenen Forderungen gehören die strikte Einhaltung der Urteile des Europäischen Gerichtshofs zur Westsahara, eine klare Kennzeichnung der Produktherkunft, verstärkte Grenzkontrollen sowie die wirksame Anwendung des Grundsatzes „gleiche Regeln für alle“.


Quelle: Hortoinfo.es

 

Veröffentlichungsdatum: 22.09.2026

Schlagwörter

Coexphal, Überprüfung, EU-Marokko-Abkommen, O&G-Produktion. EU