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Deutscher Innovationspreis Gartenbau 2026: BMLEH zeichnet zukunftsweisende Lösungen aus

11. September 2026

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat heute anlässlich des Deutschen Gartenbautages des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) den Deutschen Innovationspreis Gartenbau 2026 verliehen. 

Mit dem Preis würdigt das BMLEH jährlich herausragende und beispielgebende Innovationen im Gartenbau – in diesem Jahr praxisnahe Lösungen aus den Bereichen Pflanzenzüchtung, Robotik und Torfminderung.

Unlautere Handelspraktiken können landwirtschaftliche Betriebe und andere Lieferanten erheblich unter Druck setzen: etwa durch kurzfristige Stornierungen, einseitige Vertragsänderungen oder verspätete Zahlungen. 

Das Agrarorganisationen-und-Lieferketten-Gesetz soll insbesondere wirtschaftlich schwächere Lieferanten vor solchen Praktiken schützen. 

Das Gesetz wurde im Herbst 2024 reformiert. Ziel war es, den Schutz wirtschaftlich schwächerer Lieferanten dauerhaft zu sichern und zugleich übermäßig starre Verbote flexibler auszugestalten. 
Die gesetzlichen Regelungen sehen vor, die Wirksamkeit der Änderungen nach drei Jahren zu überprüfen.

Der deutsche Gartenbau lebt von guten Ideen und von Betrieben, die den Mut haben, Neues auszuprobieren. 

Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen ganz konkret, wie Innovation in der Praxis aussehen kann – mit allergenarmen Apfelsorten, autonomer Robotik im Gemüsebau oder praktikablen Wegen bei der Torfminderung. 

Solche Lösungen stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und helfen, den Gartenbau nachhaltig weiterzuentwickeln. 

Der Deutsche Innovationspreis Gartenbau des BMLEH ist 2026 mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und wird in den Kategorien „Pflanze“, „Technik“ und erstmals als Sonderpreis im Bereich „Torfminderung“ vergeben. 

Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. 

Das sind die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger: Erstmals wird der Sonderpreis "Torfminderung" verliehen. Er geht an die Biogärtnerei Herb aus Kempten im Allgäu. 

Ausgezeichnet wird ihr umfassendes Betriebskonzept zum weitgehenden Verzicht auf Torf in Kultursubstraten. 

Der Betrieb zeigt, dass auch kleinere Unternehmen durch konsequente betriebliche Veränderungen einen wichtigen und übertragbaren Beitrag zur Torfminderung leisten können. 

In der Kategorie "Pflanze" wird die Züchtungsinitiative Niederelbe für die Züchtung und Markteinführung der allergenarmen Apfelsorte "Pompur" ausgezeichnet. 

Die Entwicklung ist das Ergebnis einer langfristig angelegten Zusammenarbeit von Züchtung, Forschung und Praxis. Sie zeigt, welches Potential in solchen Kooperationen liegt. 

In der Kategorie "Technik" gibt es in diesem Jahr zwei Preisträger. Ausgezeichnet werden die nAIture GmbH & Co. KG aus Friedrichsgabekoog für den autonomen Jäteroboter "BEAM" sowie E-TERRY aus Erfurt für den gleichnamigen utonomen, vollelektrischen Feldroboter. 

Die Beikrautregulierung stellt insbesondere in der Freilandgemüseproduktion eine große Herausforderung dar. 

Mit den beiden ausgezeichneten Entwicklungen werden Lösungen prämiert, die den Einsatz autonomer Robotik im Gemüseanbau voranbringen und neue Perspektiven für eine präzise und ressourcenschonende Bewirtschaftung eröffnen.

 

Quelle: BMLEH

 

 

Veröffentlichungsdatum: 11.09.2026

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Deutscher Innovationspreis Gartenbau 2026, BMLEH