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Agraya: Hitze - Fünf Prioritäten für resilientere Obst- und Gemüsebetriebe

04. September 2026

Extremtemperaturen wirken sich immer stärker auf das Pflanzenwachstum, die Verfügbarkeit von Wasser und die Arbeitsproduktivität aus.

Daher überdenken Produzenten in ganz Europa, wie sie mit hitzebedingten Risiken in ihren Betrieben umgehen. 


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Steigende Temperaturen und immer längere Hitzewellen setzen die Landwirtschaft zunehmend unter Druck.

Untersuchungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben ergeben, dass der landwirtschaftliche Ertrag in Europa durch Hitzewellen und Dürreperioden durchschnittlich um fünf Prozent sinken wird.


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Landwirte in südeuropäischen Ländern wie Griechenland, Italien und Spanien haben bereits Erfahrung im Umgang mit extremer Hitze.

Doch mittlerweile haben auch nördlichere Länder wir Deutschland und Frankreich mit Hitzestress und dessen Folgen für die Landwirtschaft zu kämpfen. 


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Allein in Deutschland haben ein trockener Frühling und eine Hitzewelle Ende Juni 2026 Schätzungen zufolge zu wirtschaftlichen Schäden in Höhe von 6,3 Milliarden Euro geführt.

Da extreme Hitzeereignisse immer häufiger und mit stärkerer Intensität auftreten, ist ein effektives Hitzemanagement von einer rein saisonalen Herausforderung zu einer echten unternehmerischen Priorität geworden. 

Produzenten können ihre Resilienz erhöhen und betriebliche Störungen verringern, indem sie auf solche Veränderungen setzen, die die größte Wirkung erzielen.


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 „Extremhitze kann nicht länger als außergewöhnliches Ereignis betrachtet werden“, erklärt René Capote, Senior Technical Expert bei Agraya

„Produzenten benötigen Managementverfahren, die auch unter immer volatileren Bedingungen Arbeiterinnen und Arbeiter schützen, Ressourcen sichern und die Produktivität aufrechterhalten.“ 


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In diesem Kontext hebt Capote fünf Bereiche hervor, die besondere Aufmerksamkeit erfordern:

1. Hitze als Geschäftsrisiko erkennen

Hitzestress wirkt sich auf zahlreiche Bereiche des landwirtschaftlichen Betriebs aus und erfordert ein strukturiertes Risikomanagement. 

Produzenten sollten Hitze als potenzielle Gefährdung der Gesundheit und Sicherheit in die Risikobeurteilung ihres Betriebs einbeziehen und ermitteln, in welchen Bereichen ihr Betrieb am anfälligsten ist. 

Hohe Temperaturen können sich auf die Arbeiterinnen und Arbeiter, die Infrastruktur, den täglichen Betriebsablauf und sogar auf die Anwendung und die Wirksamkeit von Pflanzenschutz- und Düngemitteln auswirken. 

Mithilfe von regelmäßigen Risikobeurteilungen, die mindestens einmal jährlich überprüft werden, können Produzenten ihre Arbeitsabläufe bereits anpassen, bevor es zu Betriebsstörungen kommt.


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2. Arbeitskräfte auf extreme Hitze vorbereiten

Der arbeitsintensive Obst- und Gemüseanbau ist in hohem Maße auf gesunde, leistungsfähige Arbeiterinnen und Arbeiter angewiesen – insbesondere während kritischer Erntezeiten. 

Ein längerer Einsatz bei hohen Temperaturen beeinträchtigt die Konzentration, die körperliche Leistungsfähigkeit und das Wohlergehen.

Darüber hinaus erhöht sich auch das Risiko von hitzebedingten Erkrankungen und Arbeitsunfällen, was letztendlich zu Betriebsstörungen führen kann. 

Wird der Arbeitsbeginn beispielsweise während Hitzewellen angepasst, trägt dies zum Schutz der Arbeiterinnen und Arbeiter und zur Aufrechterhaltung der Produktivität bei.


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3. Eine verantwortungsvolle Wassernutzung fördern

Wasser ist zu einer kritischen Ressource geworden, auch abseits von Dürren und Hitzewellen. 

Ein gutes Wassermanagement bietet Entscheidungsträgern einen Rahmen für die Risikobewertung und ermöglicht es, sich auf Störungen vorzubereiten, bevor diese eintreten. 


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Eine umfassende Wasserstrategie sollte Wasserquellen, Bewässerungssysteme, Verteilungsnetze und Umweltauswirkungen berücksichtigen und gleichzeitig die langfristige Effizienz fördern.


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4. Betriebsdaten für eine effektivere Bewässerung nutzen

Obwohl höhere Temperaturen oft zu einem erhöhten Wasserbedarf führen, sollten Entscheidungen, die die Bewässerung betreffen, stets auf den lokalen Bedingungen und zuverlässigen Daten basieren. 

Hilfsmittel wie Tröpfchenbewässerungssysteme, Bodenfeuchtesensoren und Wettervorhersagedaten können Landwirte bei einem gezielteren Wassereinsatz unterstützen. 

Dadurch erhöht sich die Effizienz der Wassernutzung und gleichzeitig werden Gesundheit und Produktivität der Pflanzen gefördert. 

Zu einem effektiven Wassermanagement kann auch die Auswahl geeigneterer Pflanzensorten gehören sowie ggf. die Umstellung auf Kulturen, die besser an das lokale Klima und die Wasserverfügbarkeit angepasst sind.


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5.Vorkehrungen für eine heißere Zukunft treffen

Die jüngsten Hitzewellen liefern den Landwirten in Europa eine wichtige Erkenntnis: Hitzemanagement ist Teil eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, der Personalmanagement, verantwortungsvollen Umgang mit Wasser, Infrastrukturplanung und Geschäftskontinuität miteinander verknüpft.

Da die Anbaubedingungen immer herausfordernder werden, werden voraussichtlich solche Betriebe besser zurechtkommen, die ihre Praktiken regelmäßig überprüfen, in entsprechende Vorkehrungen investieren und die Resilienz ihres gesamten Betriebs stärken. 

Hilfreiche Maßnahmen, um sich auf die Zukunft vorzubereiten, sind das regelmäßige Aktualisieren von Risikobeurteilungen, das Überprüfen des Infrastrukturbedarfs und das Einbeziehen des Hitzemanagements in die langfristige Unternehmensplanung.


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Mit kontinuierlichen Verbesserungen die Resilienz stärken

Keine landwirtschaftliche Praxis und keine Technologie können eine Hitzewelle verhindern. Jedoch können Produzenten eine Reihe von Instrumenten und Anpassungsmaßnahmen nutzen, um die Auswirkungen von Extremhitze zu mindern. 

Systeme für die kontrollierte landwirtschaftliche Unternehmensführung bieten Produzenten einen Weg, sich auf schwierige Anbaubedingungen vorzubereiten und entsprechend zu reagieren. 

Moderne Standards ermöglichen einen strukturierten Ansatz für die Risikobeurteilung, das Wohlergehen von Arbeiterinnen und Arbeitern, das Wassermanagement und kontinuierliche Verbesserungen.

Landwirte erhalten somit einen praktischen Rahmen, um Schwachstellen zu identifizieren und das tägliche Betriebsmanagement zu stärken.

Veröffentlichungsdatum: 04.09.2026

Schlagwörter

Agraya, Hitze, Prioritäten, Obst- und Gemüsebetriebe