Frankreich: Erdbeerernte im Jahr 2026 voraussichtlich ähnlich wie im Vorjahr
Die erwartete Menge der Erdbeerernte im Jahr 2026 liegt bei rund 74.100 Tonnen, was keinen signifikanten Unterschied zur Erntemenge im Vorjahr darstellt. Laut Prognose des Agrarstatistikdienstes Agreste könnten in Frankreich im Jahr 2026 rund 74.100 Tonnen Erdbeeren vermarktet werden – was etwa dem Ergebnis von 2025 entspricht, berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB).
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Aufgrund klimatischer Schwankungen – abwechselnde kühle Phasen und starke Hitzewellen seit Mai – sind die Erträge deutlich reduziert worden.
Im Juni lagen die Preise auf dem Niveau von 2025, waren jedoch um 15 % höher als der Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2025.
Anbaufläche
Die landesweite Anbaufläche beträgt 3.668 Hektar, was im Wesentlichen dem Vorjahr entspricht, aber 2 % unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegt.
Trotz eines leichten Anstiegs in der Region Centre-Ouest (+6 %) und im Süd-Est (+2 %) bleibt die Gesamtmenge der Ernte bei geschätzten 74.100 Tonnen auf Vorjahresniveau.
Die wichtigste Anbauzone, der Süd-Westen, wurde jedoch stark von extremem Wetter beeinträchtigt: Seit Mai führten die wechselnden Hitze- und Kühleinschübe zu Ertragseinbußen.
Besonders in der zweiten Junihälfte verschärfte die anhaltende Hitze die Qualitätsprobleme bei den Früchten, sodass eine aufwändige Sortierung notwendig war, um nur die besten Produkte für den Frischmarkt zu sichern.
Bis Anfang Juli waren bereits 89 % der Gesamternte eingefahren.
Verfügbarkeit und Nachfrage
In den ersten beiden Wochen im Mai, also zu Beginn der Saison, war das Angebot knapp, während die Nachfrage stabil blieb. In dieser Phase blieben die Marktpreise stabil: Sie lagen im Mai 6 % über dem Niveau von 2025 und 14 % über dem Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2025.
Im Juni, trotz der geringeren Ernte, ging die Nachfrage jedoch deutlich zurück, da Verbraucher vermehrt auf andere saisonale Früchte wie Kirschen, Aprikosen sowie die ersten Pfirsich- und Nektarinen-Sorten umstiegen.
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Marktverhalten und Preisentwicklung
Dennoch blieb die kommerzielle Aktivität stabil, und die Preise lagen über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Insgesamt kann die Saison 2026 als ausgeglichen bewertet werden, wobei das Wetter einen starken Einfluss ausübte.
Die Preisstabilität wurde durch das Zusammenspiel von begrenztem Angebot und veränderten Verbraucherpräferenzen bestimmt.
Außenhandel
In den ersten fünf Monaten des Jahres sind sowohl die französischen Erdbeeren-Exporte als auch Importe zurückgegangen, wobei sich das Handelsdefizit nur geringfügig veränderte.
Zwischen Januar und Mai exportierte Frankreich 6.300 Tonnen Erdbeeren, was einem Rückgang von 19 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Dabei wurden auch bedeutende Mengen an Re-Exports verzeichnet, also Waren, die Frankreich aus anderen Ländern bezogen und weiterverkauft hat.
Die Importe lagen bei 41.100 Tonnen, ein Rückgang um 4 % im Vergleich zum Vorjahr. Das quantitative Defizit im Außenhandel betrug somit 34.800 Tonnen, was einer Abnahme von nur 1 % innerhalb eines Jahres entspricht.
Diese Zahlen deuten darauf hin, dass der französische Erdbeermarkt im ersten Halbjahr 2026 eine eher moderat aktive Handelsentwicklung verzeichnete, wobei das Außenhandelsbilanzgleichgewicht relativ stabil blieb.
Quelle: FruitVeb.hu
Veröffentlichungsdatum: 26.08.2026

