DBV / Rukwied: Hitze und Trockenheit drücken die Erträge
„Die diesjährige Ernte ist von enormen regionalen Unterschieden geprägt, mit einem starken Nord-Süd-Gefälle. Insbesondere in Süd- und Westdeutschland haben fehlende Niederschläge zu schwachen Erträgen bis hin zu Missernten bei einzelnen Kulturen geführt“, bewertet Bauernpräsident Joachim Rukwied die diesjährige Ernte.

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Neben Hitze und Trockenheit machten hoher Schädlingsdruck und die fehlende Verfügbarkeit wirksamer Mittel gegen Erdfloh und Kohlschotenmücke den Beständen zu schaffen.
„Ein zu trockenes Frühjahr und dann Hitze und anhaltende Trockenheit haben viele Bestände erheblich geschädigt. Der Standort hat in diesem Jahr über den Ertrag entschieden wie selten zuvor“, sagt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied.
Bei Kartoffeln zeichnet sich ein mittleres bis unterdurchschnittliches Ergebnis ab, selbst auf beregneten Flächen sind kaum durchschnittliche Erträge zu erwarten.
Bei Zuckerrüben sieht es regional deutlich schlechter aus. Zusätzlich breitet sich die Schilf-Glasflügelzikade bundesweit weiter aus.
Insgesamt trifft das schwache Ernteergebnis eine wirtschaftlich prekäre Zeit.
Die deutlich niedrigeren Erträge in Verbindung mit den niedrigen Erzeugerpreisen auf der einen Seite, und den hohen Kosten für Betriebsmittel, wie zum Beispiel Diesel, Pflanzenschutz- und Düngemittel auf der anderen Seite, belasten die Liquidität vieler Betriebe enorm.
Nicht wenige brauchen Sonder- oder Zwischenfinanzierungen zur Sicherung der Liquidität und zum Fortbestand des Betriebes.
Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation fordert Bauernpräsident Rukwied die Bundesregierung auf, ein „Sofortpaket“ zum Erhalt der Liquidität auf den Weg zu bringen.
Darin fordert er:
- Das Düngemittelhilfspaket auf 180 Mio. Euro aufzustocken und über die Berufsgenossenschaft unbürokratisch und zügig auszahlen zu lassen
- 80 Prozent der Direktzahlungen bereits im Oktober auszuzahlen und die restlichen 20 Prozent garantiert im Dezember
- eine sofortige Reduktion der Steuer auf Diesel
„Unsere Betriebe brauchen aktuell Saatgut und Diesel, später Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Ohne die notwendige Liquidität sind sie nicht in der Lage die nächste Ernte zu finanzieren“, so Rukwied.

Die Ernteschätzung 2026 des Deutschen Bauernverbandes basiert auf Meldungen der Landesbauernverbände beziehungsweise auf langjährigen Mittelwerten des Statistischen Bundesamtes und des DBV.
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Veröffentlichungsdatum: 19.08.2026
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