Ukrainische Apfelexporteure leiten Lieferungen wegen beeinträchtigter Logistik infolge der Golfkrise um
Die eskalierenden Spannungen in der Region des Persischen Golfs und Störungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zwingen ukrainische Apfelexporteure dazu, ihre Lieferketten zu wichtigen Märkten im Nahen Osten rasch umzugestalten, dies berichtet EastFruit unter Berufung auf AgroTimes.
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Bildquelle: Pixabay
Laut Volodymyr Gurzhiy, Leiter von USPA Fruit, sahen sich die Exporteure zunächst gezwungen, die Lieferungen vorübergehend einzustellen, während die Unternehmen die Lage sondierten und alternative Logistiklösungen entwickelten.
Ukrainische Äpfel werden nun über den Hafen von Dschidda in Saudi-Arabien verschifft, von dort aus erfolgt der Weitertransport auf dem Landweg über die Arabische Halbinsel zu Märkten wie Kuwait, Katar, Bahrain und den VAE.
Zudem testen die Exporteure eine radikalere Alternative: den Transport von Kühl-Lkw-Ladungen auf dem reinen Landweg von der ukrainischen Region Winnyzja direkt nach Dubai.
Die neuen Routen ermöglichen es den Lieferanten, den Zugang zu den Golfmärkten trotz der Störungen im Seeverkehr aufrechtzuerhalten, sind jedoch mit erheblichen Kosten verbunden.
Laut Gurzhiy sind die Logistikkosten für eine Standardlieferung von 20 Tonnen Äpfeln um mehrere tausend US-Dollar gestiegen.
Die Situation verdeutlicht die wachsende Bedeutung logistischer Flexibilität für ukrainische Obstexporteure, insbesondere bei weit entfernten Premium-Märkten, wo die Aufrechterhaltung einer lückenlosen Kühlkette, verlässliche Lieferpläne und wettbewerbsfähige Transportkosten entscheidend sind.
Für den ukrainischen Apfelsektor bleiben die Golfstaaten ein wichtiges Exportziel. Die Störungen zeigen jedoch, wie sich geopolitische Risiken entlang wichtiger Schifffahrtsrouten rasch sowohl auf die Kosten als auch auf die Wettbewerbsfähigkeit von Exporten frischer Agrarerzeugnisse auswirken können.
Quelle: EastFruit.com
Veröffentlichungsdatum: 19.08.2026
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