Schweiz: Neues Agroscope-Merkblatt zur Bekämpfung des Rübenrüsslers
Der Rübenrüssler verursacht zunehmend Schäden an Zuckerrüben und Gemüse. Seit 2023 hat sich der Schädling in der Schweiz stark ausgebreitet. Ein neues Agroscope Merkblatt zeigt auf, wie er lebt und eingedämmt werden kann.
Der Rübenrüssler (Lixus juncii) entwickelt sich zu einem bedeutenden Schädling in verschiedenen Kulturpflanzen, darunter Randen, Mangold, Spinat und Zuckerrüben.

Rübenrüssler (Lixus juncii). (Foto © Agroscope / Torsten Schöneberg)
Die Larven bohren sich von den Blattstielen bis in die Wurzelbereiche vor und verursachen Qualitätsverluste, Ertragseinbussen sowie Eintrittspforten für Krankheitserreger.
Der ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Rübenrüssler wurde 2019 im Kanton Waadt nachgewiesen.
Seither hat er sich rasch ausgebreitet und kommt heute bis in die Ostschweiz vor. Seit den ersten grösseren Schäden im Zuckerrübenanbau 2023 tritt der Befall inzwischen auch an Mangold und Randen auf.

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Da die Larven gut geschützt in den Pflanzen leben und nur wenige wirksame Insektizide verfügbar sind, kommt der Vorbeugung eine zentrale Bedeutung zu.
In bekannten Befallsgebieten empfiehlt Agroscope ab Mai regelmässige Feldkontrollen auf Käfer, Einstichstellen und Frassgänge. Eine etablierte Monitoringmethode steht derzeit noch nicht zur Verfügung.
Zur Senkung des Befallsdrucks werden hygienische Massnahmen, die Wahl geeigneter Flächen sowie das rasche Zerkleinern und Einarbeiten von Pflanzenresten empfohlen.
Kulturschutznetze oder Vliese können zudem das Einwandern der Käfer verhindern.
Die Extension Gemüsebau und die Versuchsstation Gemüsebau prüfen aktuell die Wirksamkeit verschiedener Bekämpfungsstrategien, um den wachsenden Herausforderungen durch den Rübenrüssler zu begegnen.
Detaillierte Informationen zur Lebensweise des Käfers und zu indirekten und direkten Bekämpfungsmassnahmen sind im Agroscope-Merkblatt Nr. 267 «Der Rübenrüssler» verfügbar.
Quelle: Agroscope
Veröffentlichungsdatum: 14.08.2026

