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Landvolk: Steigende Beliebtheit im Anbau von Hülsenfrüchten bei Landwirten

07. August 2026

Der Sojaanbau wächst in Niedersachsen deutlich. Innerhalb eines Jahres ist die Anbaufläche laut Statistischem Bundesamt um knapp 15 Prozent gestiegen. Zur kommenden Ernte im September steht die Hülsenfrucht auf voraussichtlich immerhin 2.600 Hektar bereit.

Trotzdem bleibt sie eine Nischenkultur: Weniger als 0,2 Prozent der Ackerfläche werden dafür genutzt.


Bei den Landwirten erfreut sich der Anbau von Hülsenfrüchten steigender Beliebtheit, aber auf niedrigem Niveau. (Bildquelle: Pexels)

Dabei sind Hülsenfrüchte gesund und haben ackerbaulich viele Vorteile: Sie lockern enge Fruchtfolgen auf, verbessern die Bodenfruchtbarkeit und fördern den Humusaufbau sowie die Zunahme der Regenwurmpopulation. 

Soja, Ackerbohnen, Erbsen und Süßlupinen sind zudem ein wichtiger Bestandteil der Tierfütterung und tragen auch beim Menschen zu einer ausgewogenen Ernährung bei.

Bei den Landwirten erfreut sich der Anbau von Hülsenfrüchten steigender Beliebtheit, wenn auch auf niedrigem Niveau. 

Beispielsweise wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) die Anbaufläche von Sojabohnen in Deutschland von 2016 bis 2025 um 174,1 Prozent auf 43.300 Hektar erhöht. 2016 waren es deutschlandweit noch 15.800 Hektar (ha). 

Der Anteil der Anbaufläche für Sojabohnen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland lag 2025 jedoch nur bei 0,3 Prozent. Die Sojabohnen-Importe übersteigen mit 3,4 Millionen Tonnen die heimische Erntemenge von 130.800 Tonnen daher auch deutlich.


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Eine größere Bedeutung haben Hülsenfrüchte insgesamt. Die Anbaufläche von Ackerbohnen stieg laut Destatis in Niedersachsen von 9.100 ha auf 9.500 ha (+4,4 Prozent). 


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Der Anbau von Erbsen und Süßlupinen lag 2025 relativ stabil bei etwa 9.000 ha beziehungsweise 2.000 ha. Deutschlandweit wurden im Wirtschaftsjahr 2023/24 nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung 670.900 Tonnen Hülsenfrüchte ohne Sojabohnen geerntet. 

Die Inlandsverwendung lag 2023/24 bei 1,1 Millionen Tonnen. 62 Prozent davon konnten über die heimische Erzeugung gedeckt werden. Allerdings wird ein großer Anteil davon verfüttert. 

Bei der Verwendung von Hülsenfrüchten als Lebensmittel könnte das Potenzial noch besser ausgeschöpft werden – dafür müssten Verarbeitung, Vermarktung und Nachfrage weiterentwickelt werden. 


Quelle: Landvolk

Veröffentlichungsdatum: 07.08.2026

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Landvolk, Steigende, Beliebtheit, Anbau, Hülsenfrüchten