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FEPEX-Verwaltungsrat analysiert agrar-, handelspolitische und arbeitsrechtliche Herausforderungen des O&G-Sektors

28. Juli 2026

Der FEPEX-Verwaltungsrat, der sich aus Vertretern der Mitgliedsverbände der wichtigsten Produktionsgebiete für Obst und Gemüse zusammensetzt, trat letzte Woche in Madrid, Spanien, zusammen. 

Ziel war die Analyse der wichtigsten regulatorischen Entwicklungen, die den Sektor für Obst und Gemüse sowie für Blumen und lebende Pflanzen betreffen. 

Besonderes Augenmerk galt dabei den EU-Handelsabkommen mit Drittstaaten, der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln, zudem wurde die Aufnahme eines neuen Verbands, der Spanischen Kiwi-Vereinigung (AEKI), beschlossen.

In dem Bereich der Handelspolitik stellten die EU-Handelsabkommen mit Drittstaaten weiter ein zentrales Anliegen für FEPEX dar. 

Der Verwaltungsrat analysierte die Umsetzung des EU-Mercosur-Abkommens, den Fortschritt der Abkommen mit Mexiko und Indien sowie den Status des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Marokko. Dabei wurde erneut die Notwendigkeit betont, dass die Europäische Kommission gleiche Wettbewerbsbedingungen gewährleisten muss.

Hinsichtlich agrarpolitischer Fragen stand die künftige GAP (202-2034) und deren Auswirkungen auf die Erzeugerorganisationen in dem Obst- und Gemüsesektor im Mittelpunkt der Diskussion. 

Der Verwaltungsrat erörterte den Stand der EU-Verhandlungen und sprach sich für die Beibehaltung des sektorspezifischen Modells aus, das auf Erzeugerorganisationen und operativen Programmen basiert, sowie für eine ausreichende Finanzierung zur Sicherung des Fortbestands dieses Modells.

Auch die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln und der Fortschritt der vorgeschlagenen Omnibus-Verordnung zur Vereinfachung von Vorschriften wurden analysiert. 

FEPEX bekräftigte die Notwendigkeit, Zulassungsverfahren zu straffen und eine stärkere Harmonisierung innerhalb der EU voranzutreiben, um regulatorische Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten zu vermeiden, die die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Erzeuger beeinträchtigen könnten.

In dem arbeitsrechtlichen Bereich äußerte der Verwaltungsrat seine Besorgnis über die Entwicklung der Beschäftigung in der Landwirtschaft sowie über die möglichen Auswirkungen neuer Vorschriften auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in dem Obst- und Gemüsesektor.

Die EU-Kommission analysierte den Verlust von Mitgliedern in dem Sonderregime für die Landwirtschaft, die zunehmende Häufigkeit von Fehlzeiten und deren wirtschaftliche Folgen sowie gesetzgeberische Initiativen zu Themen wie Arbeitszeiterfassung, Lohntransparenz, Arbeitsschutz und Einstellungspraktiken.


Quelle: FEPEX

 

Veröffentlichungsdatum: 28.07.2026

Schlagwörter

FEPEX-Verwaltungsrat, Analyse, Entwicklungen, Obst und Gemüse, Sektor