Hitzewelle vernichtet Gemüseernte in Frankreich
Der französische Gemüseerzeugerverband Légumes de France weist darauf hin, dass die Verluste bei einigen Erzeugnissen bis zu 50 % der Ernte betragen werden und bittet die Verbraucher daher, sich auf ein eingeschränktes Gemüseangebot auf den Märkten einzustellen, wie Hortoinfo berichtet.
Die drei Hitzewellen, die Frankreich heimgesucht haben, mit Temperaturen von vielerorts über 44 Grad, bescheren den französischen Gemüseerzeugern eine katastrophale Saison, ihre Ernten wurden buchstäblich über Nacht unbrauchbar.
Der Verband der französischen Gemüseerzeuger warnt davor, dass die Verfügbarkeit bestimmter frischer Lebensmittel in den kommenden Wochen zurückgehen könnte.
Die Organisation schätzt, dass die Erntemengen bei einigen Erträgen um bis zu 50 % sinken könnten, was für die französischen Landwirte Verluste in Millionenhöhe bedeuten würde.
Wassermangel und ausgetrocknete Böden verschärfen die Lage zusätzlich. Zudem behindern hohe Temperaturen in anderen Erzeugerländern die Importe, wodurch es noch schwieriger wird, den Rückgang der französischen Produktion auszugleichen.
Deshalb rechnet der Verband in den kommenden Wochen mit gelegentlichen Lieferengpässen bei bestimmten Frischprodukten.
Weniger Tomaten
Bei vielen Kulturen blieben die Produktionsprognosen weit hinter den Erwartungen zurück. Vor den Hitzewellen ging Frankreich von einer Tomatenernte von rund 495 Millionen Kilogramm (kg) aus, Erzeugern zufolge hat sich die Ernte in einigen Gebieten jedoch um bis zur Hälfte reduziert.
Auch die Salatbestände wurden durch die hohen Temperaturen stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass kaum noch Spielraum für eine Erholung in dieser Saison besteht.
Ursprünglich war für die Saison 2025/26 eine Produktion von 436,7 Millionen Salatköpfen prognostiziert worden.
Zudem wurden rund 160.000 Tonnen Lauch erwartet, doch diese Kulturen haben, ebenso wie Kohl und Brokkoli, erheblichen Schaden genommen.
Quelle: Hortoinfo.es
Veröffentlichungsdatum: 24.07.2026

