Peru / El Niño: „Weniger Mangos bedeutet nicht immer weniger Geschäftschancen“
Die bevorstehende Mangosaison, die durch El Niño beeinflusst wird, sorgt in der peruanischen Landwirtschafts- und Exportbranche für Besorgnis.
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Geringere Blüte, niedrigere Mengen, unregelmäßige Größen und Verzögerungen beim Saisonstart gehören zu den Prognosen, die Produzenten erwarten.
Doch für Carlos Vives Alcántara, einen Spezialisten für Geschäftsentwicklung im Agrar-Export, bedeutet dieses ungünstige Szenario nicht, dass sich keine kommerziellen Chancen ergeben.
Wie Agencia Agraria de Noticias Perú berichtet, sieht er vielmehr darin eine Gelegenheit, wenn sich der Markt neu ausrichtet.
Er argumentiert, dass El Niño zwar das Volumen der Kampagne verringern wird, der eigentliche Knackpunkt aber nicht die Knappheit ist, sondern die mangelnde Planung, um jedes Los so zu positionieren, dass es den höchstmöglichen Wert beim Zielmarkt erzielt.
„El Niño kann die Produktion beeinflussen. Aber Improvisation beeinflusst die Rentabilität“, so Vives Alcántara.
Er betont, dass die Branche nicht nur darüber klagen sollte, dass das Angebot knapper ist, sondern vielmehr darüber nachdenken müsse, wie jedes verfügbare Kilo gewinnbringend verteilt werden kann.
Eine Perspektivänderung, so Vives Alcántara, beginnt mit einer Änderung der Fragestellung, die die Geschäftsentscheidungen lenkt. „Die Frage sollte nicht nur sein: ‚Wie viele Mangos habe ich?‘, sondern vielmehr: ‚Was ist das beste kommerzielle Ziel für jede Mango?‘“
Fruchtart differenzieren
Er schlägt eine Art Roadmap vor, um die kommerziellen Destinations entsprechend den Eigenschaften jeder Charge zu differenzieren:
- Premium-Früchte, für den Einzelhandel und strategische Importeure
- Handelbare Früchte, für Märkte mit mehr Flexibilität
- Früchte für die Verarbeitung, für die Tiefkühlung, Fruchtpüree, Industrie und Foodservice
- Früchte mit kürzerer Haltbarkeit, für nahgelegene Märkte
- Begrenzte Mengen, für Kunden, die auf langfristige Geschäftsbeziehungen Wert legen
Diese Segmentierung, so Vives Alcántara, ermögliche es, ein Jahr mit kleineren Ernten nicht automatisch in ein Jahr geringerer Rentabilität umzuwandeln – vorausgesetzt, das verfügbare Volumen wird strategisch platziert und nicht nur aus Eile verschickt.
Quelle: Agraria.pe
Veröffentlichungsdatum: 23.07.2026

