Bananensektor auf den Kanarischen Inseln: „Wir rechnen mit einem Jahr mit normalen Bananenmengen“
Der Bananensektor der Kanarischen Inseln blickt optimistisch auf die kommende Saison. Laut RevistaMercados.com arbeitet Coplaca intensiv daran, die wichtigsten Herausforderungen zu bewältigen.
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Bildquelle: Pixabay
Die Mengenfrage spielt in diesem Jahr dabei keine entscheidende Rolle. Im Gegensatz zum Vorjahr, das mit der zweitschlechtesten Ernte der letzten 25 Jahre aufwartete, prognostiziert die Kampagne von Coplaca zunächst ein „normales Jahr, vergleichbar mit den Jahren vor den milden Wintern zwischen 2022 und 2024“, erklärt Javier Palenzuela, Geschäftsführer von Coplaca.
Nachdem die Mengenfrage geklärt ist, rücken andere zentrale Themen in den Fokus. Besonders die gestiegenen Produktionskosten stellen eine Herausforderung dar.
Neben den üblichen europäischen Landwirtschaftskosten müssen die Betriebe die besonderen Bedingungen der Insellage, Topografie bewältigen. Viele Farmen stehen dadurch am Rande ihrer wirtschaftlichen Tragfähigkeit.
„Unsere Kosten sind um mehr als 40 % gestiegen, obwohl wir seit 20 Jahren mit derselben Finanzstruktur arbeiten“, so Palenzuela.
Er verweist außerdem auf das aktuelle Einfrieren der POSEI-Subventionen, was die Lage zusätzlich erschwert.
Um diese Herausforderungen zu meistern, setzt Coplaca auf Kostenreduktion und Effizienzsteigerung.
Um diese Situation zu bewältigen, arbeitet Coplaca daran, Kosten zu senken und die Abläufe zu optimieren, indem alle automatisierbaren Prozesse mechanisiert und die Importe von Betriebsmitteln durch eine bessere Nutzung lokaler Ressourcen, wie organischer Substanz und recyceltem Wasser, eingeschränkt werden.
Zudem engagiert sich die Genossenschaft in verschiedenen Initiativen, beispielsweise bei physikalischen Beschichtungen zur Verbesserung der Nacherntequalität, beim Einsatz natürlicher Substanzen zur Schädlingsbekämpfung (CROPSAFE-Projekt) sowie bei der Überwachung der Bodenfeuchte, um die Bewässerung effizienter zu gestalten.
Im Jahr 2025 stiegen die in Spanien verkauften Bananenmengen um denselben Wert wie die Exporte der Kanarischen Inseln – eine Differenz von 38.000 Tonnen. Dadurch teilten sich die Marktanteile in diesem Jahr gleichmäßig auf: 50 % für kanarische Bananen und 50 % für andere Sorten.
Quelle: RevistaMercados.com
Veröffentlichungsdatum: 10.07.2026

