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Belgien: Negative Inflation dank günstigerer Obst- und Gemüseprodukte im Supermarkt

09. Juli 2026

Die Verbraucher/innen haben sich mittlerweile daran gewöhnt: aufgrund der Inflation werden ihre Lebensmittel immer teurer. Trotz des Krieges im Nahen Osten und des andauernden Konflikts in der Ukraine zeichnet sich nun ein gegenläufiger Trend ab. 

Die Inflation sinkt seit einiger Zeit und ist nun sogar negativ, berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT).


Bildquelle: Pixabay

Laut Testaankoop liegt dies vor allem an den Preisen für Obst und Gemüse in den Supermärkten. Diese Produkte sind deutlich günstiger als noch vor einem Jahr. 

Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Jahr 2022, der zu einem starken Anstieg der Inflation führte, hat die Währungsabwertung einen sinkenden Trend. 

Dieser Rückgang setzte sich im Juni fort und erreichte mit -0,41 % erstmals ein negatives Niveau. „Dies trotz des Krieges im Nahen Osten, der zu einem Anstieg der Energiepreise geführt hat“, so Testaankoop. 

Die Verbraucherorganisation beobachtet die Preisentwicklung in Supermärkten seit mehreren Jahren. Anhand von über 3.000 Preisen bei Albert Heijn, Carrefour, Colruyt, Delhaize, Aldi und Lidl berechnet Testaankoop monatlich die Supermarkt-Inflation. 

Obst & Gemüse deutlich günstiger

Die Organisation führt die negative Inflation vor allem auf niedrigere Preise für Obst und Gemüse im Vergleich zum Juni des Vorjahres zurück. 

So kosten beispielsweise kernlose Trauben 13 % weniger als vor einem Jahr, Mangos 10 %, Blumenkohl und Blaubeeren jeweils 6 % weniger. Dies gilt sowohl für Import- als auch für Exportprodukte. 

Kartoffeln sind 10 % günstiger als im Vorjahr, was die Verbraucherorganisation auf eine gute Ernte und ein Überangebot auf dem Markt zurückführt. 

Die Belgier/innen, die noch mehr für ihr Geld bekommen möchten, müssen nach Frankreich fahren. Testaankoop verglich die Preise von über 100 Produkten in Belgien, den Niederlanden und Frankreich. 

Dieser Vergleich zeigt, dass die meisten Produkte in Frankreich am günstigsten sind, während die Niederlande im Allgemeinen teurer sind als Belgien.

Testaankoop schlussfolgert: „Frankreich bleibt das beliebteste Supermarktziel der Belgier/innen: insgesamt gaben wir rund 461 Millionen EUR in französischen Supermärkten aus, verglichen mit 131 Millionen EUR in den Niederlanden.“


Quelle:  Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 09.07.2026

Schlagwörter

Belgien, Negative Inflation, Obst- und Gemüseprodukte, Supermarkt