Polen: Importe aus der Türkei und vom Balkan drücken Kirschpreise
Grund für den plötzlichen Preisrückgang sind die enorm großen Importmengen, die zu niedrigen Preisen auf den Markt gelangen. In Polen sind die Großhandelspreise für Kirschen in der vergangenen Woche stark gefallen.
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Während die Preise am 16. Juni noch zwischen 16,00 und 20,00 PLN/kg schwankten, liegen sie nun überwiegend im Bereich von 10,00 bis 15,00 PLN/kg, wie der Ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB) berichtet.
Dies entspricht einem durchschnittlichen Rückgang von fast 30 %, die höheren Preise gelten nur für außergewöhnlich große, hochwertige Partien mit Früchten mit einem Durchmesser von über 28 mm, deren Menge jedoch gering ist.
Der Großteil des Umsatzes liegt in dem Preisbereich von 10,00 bis 15,00 PLN/kg.
Basierend auf den vorliegenden Daten gelten die aktuellen Preise im Vergleich zu den letzten fünf Saisons nicht mehr als Rekordwerte, doch der Durchschnittspreis von 12,50 PLN/kg liegt immer noch 9 % über dem Fünfjahresdurchschnitt.
Dieses Preisniveau entsprach dem Stand vom 24. Juni 2024. Allerdings liegen die aktuellen Preise bereits unter denen des Vorjahreszeitraums und der Saison 2023.
Der Preisdruck bei polnischen Kirschen ist nicht auf eine Überproduktion im Inland zurückzuführen. Die Marktteilnehmer sind sich einig, dass der plötzliche Preisverfall durch extrem hohe Importmengen verursacht wird.
Die Importe stammen hauptsächlich aus der Türkei, wo die Ernte in diesem Jahr zwar schwere Schäden erlitten hat, aber dennoch bedeutende Mengen exportiert werden, sowie aus mehreren Balkanstaaten, von wo ebenfalls große Lieferungen eintreffen.
Die Preise für importierte Kirschen sind wettbewerbsfähig und entsprechen in vielen Fällen denen der heimischen Ware. Der Markt ist bereits mit diesen ausländischen Lieferungen gesättigt.
Importeure haben große Mengen der preisgünstigen Partien vom Balkan und aus der Türkei aufgekauft, die weder von Großhändlern noch von Einzelhandelsketten vollständig abgesetzt werden können. Die Handelsketten haben die Verbraucherpreise gesenkt, um die Bestände abzubauen.
Quelle: FruitVeB.hu
Veröffentlichungsdatum: 03.07.2026

