Italien – heißes Wetter: Eine halbe Million Menschen sind bei der Ernte auf den Feldern im Einsatz
Angesichts der halben Million Arbeitskräfte, die in die sommerliche Obst- und Gemüseernte eingebunden sind, kommt die Möglichkeit, bei hitzebedingter Arbeitsunterbrechung Arbeitslosengeld zu beziehen, den Forderungen nach Schutz der Gesundheit der Beschäftigten und Sicherung der Ernte entgegen.

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Dies betonte die Landwirtschaftsorganisation Coldiretti anlässlich der Verabschiedung des Infrastrukturdekrets durch den Ministerrat. Die Maßnahme wurde von dem Arbeitsministerium unterstützt und zielt darauf ab, Landarbeiter vor den Risiken hoher Temperaturen zu schützen.
Neben den Städten, von denen laut Gesundheitsministerium inzwischen 15 Provinzhauptstädte als „rote Zonen“ (höchste Warnstufe) eingestuft sind, ist auch das Umland von der Rekordhitze betroffen.
Coldiretti hatte bereits in Abstimmung mit regionalen Verordnungen Richtlinien für Landwirtschaftsbetriebe herausgegeben, um den Betrieb während der Phasen mit dem höchsten Risiko besser zu steuern.
Sommerernte und Produktionskontinuität
„Zwischen Ende Juni und September reift der Großteil der italienischen Agrarerzeugnisse, von Obst bis Gemüse. Die Erntearbeiten sind daher von entscheidender Bedeutung und können nicht länger unterbrochen werden, ohne die Produktqualität und -verfügbarkeit zu gefährden.“
„Die Herausforderung besteht also darin, den Gesundheitsschutz der Arbeitskräfte mit der Kontinuität der Produktion in Einklang zu bringen, und das in einer für die nationale Landwirtschaft entscheidenden Phase.“

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Steigende Kosten
Die Rekordhitze treibt die Kosten für Landwirtschaftsbetriebe in die Höhe, insbesondere für die Bewässerung der Kulturen. Diese Belastung kommt zu den Energiepreissteigerungen hinzu, die auf die internationale Krise und den Iran-Konflikt zurückzuführen sind.
Quelle: Coldiretti
Veröffentlichungsdatum: 25.06.2026

