Belgische Äpfel erhalten erstmals Zugang zu dem größten Apfelmarkt der Welt
Nach jahrelangen Verhandlungen zwischen belgischen und chinesischen Lebensmittelbehörden gewinnen belgische Äpfel ein neues Exportziel hinzu. China wird seinen riesigen Markt erstmals für belgische Äpfel öffnen, gab Belgiens Bundeslandwirtschaftsminister, David Clarinval, bekannt, wie das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT) berichtet.

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Die ersten Exporte nach China werden frühestens in der nächsten Vegetationsperiode erwartet.
Vor 7 Jahren wurden auf Wunsch des belgischen Obstsektors intensive Verhandlungen zwischen der Föderalen Agentur für die Sicherheit der Lebensmittelkette (FAVV) und der chinesischen Generalzollverwaltung (GACC) über den Export belgischer Äpfel aufgenommen.
Mit der Unterzeichnung des Protokolls zur Festlegung der pflanzengesundheitlichen Bedingungen sind diese Verhandlungen nun abgeschlossen.
„Diese historische Vereinbarung ist eine hervorragende Nachricht für unsere Erzeuger/innen und unseren Obstsektor. China ist ein riesiger Markt, deshalb arbeite ich seit Jahren mit meiner Regierung daran, dort konkrete Absatzmöglichkeiten zu schaffen“, sagt der Minister.
China ist nicht nur der weltweit größte Konsument von Äpfeln, sondern auch der mit Abstand größte Produzent. Jährlich werden rund 47 Millionen Tonnen Äpfel angebaut, was etwa 58 % der weltweiten Produktion ausmacht, während die Apfelproduktion in ganz Europa bei rund 11,5 Millionen Tonnen liegt.
Trotz der enormen inländischen Produktion nehmen die Importe ausländischer Äpfel stark zu. Im Jahr 2023 importierte das Land 87.000 Tonnen, bis 2025 ist dies auf 120.000 Tonnen angewachsen.
Insbesondere Neuseeland hat sich eine starke Position auf dem Importmarkt aufgebaut. Belgische Äpfel müssen sich daher in dem harten internationalen Wettbewerb behaupten.
Laut eines Berichts von dem US-Landwirtschaftsministerium (USDA) nehmen die Importe aufgrund der Nachfrage nach verschiedenen Sorten zu.
Berichten zufolge werden jüngere chinesische Verbraucher/innen allmählich des klassischen Fuji-Apfels überdrüssig und öffnen sich neuen Apfelsorten. Entscheidend bleiben Geschmack und Süße sowie eine feste Konsistenz.
Auch das Aussehen spielt eine wichtige Rolle. Die Verbraucher/innen dort bevorzugen Äpfel mit glatter Schale und leuchtenden Farben.
Qualität und Frische bleiben wichtig, aber die Erschwinglichkeit spielt bei der Entscheidung der chinesischen Verbraucher/innen zunehmend eine wichtige Rolle.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 29.05.2026
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