Studie der Universität Málaga zeigt: Bio-Kulturen sind widerstandsfähiger gegen Trockenheit
Die Forschung kommt zu dem Schluss, dass Böden, die über Jahrzehnte hinweg biologisch bewirtschaftet wurden, eine größere Dichte an Bakterien der Gattung Bacillus aufweisen, die für ihre Fähigkeit bekannt sind, selbst unter extremen Bedingungen zu überleben und das Pflanzenwachstum auch bei Wasserknappheit zu fördern, berichtet Hortoinfo.es.
Kulturen, die nach biologischen Anbaumethoden bewirtschaftet werden, können dank bestimmter im Boden vorhandener Bakterien eine höhere natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit entwickeln.
Dies belegt eine Studie unter der Leitung von Forschern des Fachbereichs Mikrobiologie an der Universität Málaga, in Spanien.
Die Untersuchung zeigt, wie dieses landwirtschaftliche Modell Mikroorganismen begünstigt, die als regelrechtes „Schutzschild“ für die Pflanzen gegen Wasserstress fungieren können.
Die Forschungsarbeit, die auch an dem Institut für subtropischen und mediterranen Gartenbau (IHSM) La Mayora durchgeführt wurde, gelangt zu dem Ergebnis, dass Böden, die über Jahrzehnte hinweg ökologisch bewirtschaftet wurden, eine größere Häufigkeit von Bakterien der Gattung Bacillus aufweisen.
Die Ergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „npj Biofilms and Microbiomes“ der Nature Publishing Group veröffentlicht.
Im Rahmen der Studie verglich das wissenschaftliche Team zwei Avocadofarmen in der Region Axarquía von Málaga: eine, die auf ökologischem Landbau ohne synthetische Chemikalien basiert und mit organischem Material angereichert ist, sowie eine weitere, konventionelle Farm, die durch den intensiven Einsatz von Düngemitteln gekennzeichnet ist.
Die Forscher analysierten die Rhizosphäre, jenen Bodenbereich, der direkt an den Wurzeln der Pflanzen haftet, und stellten signifikante Unterschiede in den mikrobiellen Gemeinschaften beider landwirtschaftlicher Modelle fest.
Quelle: Hortoinfo.es
Veröffentlichungsdatum: 26.05.2026

