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Strukturwandel in der Schweizer Landwirtschaft: Weniger, aber größere Betriebe

22. Mai 2026

Die bewirtschaftete Fläche pro Betrieb ist heute doppelt so viel wie noch vor 40 Jahren, wie die landwirtschaftliche Strukturerhebung des Bundesamtes für Statistik zeigt. Weiter zugenommen hat die biologisch bewirtschaftete Fläche, berichtet der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID). 


Infografik © LID

Die Schweizer Landwirtschaft besteht zu 61 Prozent aus Talgebieten und das bewirtschaftete Berggebiet  macht 39 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche aus. Von 1985 bis heute hat die Gesamtfläche lediglich um rund 30'000 Hektaren abgenommen. 

Deutlich stärker zurückgegangen ist jedoch die Anzahl der Betriebe: 2025 gab es noch knapp 46'300 Betriebe (-1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr), während es 1980 noch mehr als 100'000 Bauernhöfe gab. 

Dementsprechend bewirtschaften die heutigen Betriebe im Durchschnitt die doppelte Fläche wie noch vor einigen Jahrzehnten.


Quelle: Bundesamt für Statistik (Infografik © LID)

Auch bei den Biobetrieben gibt es tendenziell weniger, dafür grössere Höfe. Nach einem Anstieg ab 2011 blieb die Zahl der Biobetriebe 2024 stabil und sank 2025 leicht auf 7819 Betriebe (–0,9 Prozent), schreibt das Bundesamt für Statistik BFS in einer Medienmitteilung. 


Quelle: Bundesamt für Statistik (Infografik © LID)

Die durchschnittliche Betriebsfläche lag bei 24,6 Hektaren. Gleichzeitig nahm die biologisch bewirtschaftete Nutzfläche weiter zu: 2025 betrug sie 192 300 Hektaren beziehungsweise 18,5 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche.

2025 arbeiteten auf diesen Flächen 145'628 Personen aus der Schweiz, davon rund 56 Prozent in Teilzeit. Mehr als zwei Drittel der Betriebe werden im Vollerwerb geführt.

 

Quelle: LID

 

Veröffentlichungsdatum: 22.05.2026

Schlagwörter

Lid, Strukturwandel, Schweiz, Landwirtschaf