Hapag-Lloyd und Kühne+Nagel erweitern Zusammenarbeit zur Dekarbonisierung von Lieferketten
Hapag-Lloyd und Kühne+Nagel bauen ihre langjährige Partnerschaft weiter aus und kooperieren erstmals im Bereich emissionsreduzierter Seetransporte. Im Rahmen der Vereinbarung wird Kühne+Nagel mithilfe von Hapag-Lloyds „Ship Green“-Produkt den CO₂-Fußabdruck seiner Seetransporte reduzieren.
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Foto © Hapag Lloyd
- Erste Zusammenarbeit zwischen Hapag-Lloyd und Kühne+Nagel im Bereich emissionsreduzierter Seetransporte mit nachhaltigen Schiffskraftstoffen
- Emissionsreduktionen von rund 3.000 Tonnen CO₂e als Pilotvolumen für 2026
- Einsatz von rund 1.000 Tonnen RED III-konformer nachhaltiger Schiffskraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen (Sustainable Marine Fuels)
Die Vereinbarung markiert einen wichtigen Meilenstein in der Zusammenarbeit beider Unternehmen.
Für den Zeitraum von April bis Dezember 2026 soll für rund 3.300 TEU auf der Fahrtstrecke Ostasien–Nordeuropa der CO₂-Fußabdruck der Transporte reduziert werden.
Durch den Einsatz zertifizierter Biokraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen sollen auf Well-to-Wake-Basis (WTW) rund 2.979 Tonnen CO₂e-Emissionen vermieden werden.
„Wir freuen uns, unsere langjährige Partnerschaft mit Kühne+Nagel weiter auszubauen“, sagte Danny Smolders, Managing Director Global Sales bei Hapag-Lloyd.
„Mit Ship Green bieten wir eine skalierbare Lösung, die es unseren Kunden bereits heute ermöglicht, ihre Scope-3-Emissionen aktiv zu reduzieren. Die Vereinbarung zeigt, wie starke Partnerschaften konkrete Fortschritte bei der Dekarbonisierung globaler Lieferketten ermöglichen können.“
Paolo Montrone, Head of Trade Global Sea Logistics bei Kühne+Nagel, ergänzte: „Die Dekarbonisierung der Schifffahrt erfordert Transparenz, Zusammenarbeit und wirtschaftlich tragfähige Lösungen.“
„Durch starke Partnerschaften, transparente Emissionsdaten und die Möglichkeit zur Reduzierung von Scope-3-Emissionen unterstützen wir unsere Kunden mit einem glaubwürdigen, marktbasierten Ansatz, der die Nutzung alternativer Kraftstoffe beschleunigen soll.“
„Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit mit Hapag-Lloyd auszubauen, um dies gemeinsam voranzutreiben.“
Die Vereinbarung basiert auf einem Book-and-Claim-Mechanismus zur Rückverfolgbarkeit, der es Kunden ermöglicht, verifizierte Emissionsreduktionen geltend zu machen, unabhängig von der physischen Kraftstoffzuteilung für bestimmte Schiffe oder Routen.
Nur Emissionsvermeidungen aus Biokraftstoffen, die bereits in der Flotte von Hapag-Lloyd verwendet wurden, werden Kühne+Nagel zugerechnet. Dieses Modell ermöglicht skalierbare Klimaschutzmaßnahmen, solange nachhaltige Schiffskraftstoffe nur begrenzt verfügbar sind.
Beide Unternehmen haben sich ambitionierte Klimaziele gesetzt. Hapag-Lloyd strebt bis 2045 einen Netto-Null-Flottenbetrieb an, während sich Kühne+Nagel verpflichtet hat, bis 2050 Netto-Null-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen.
Die Bereitstellung nachhaltiger Logistiklösungen für Kunden ist ein wichtiger Hebel, um diese Ziele zu erreichen.
Durch die Zusammenarbeit und den Einsatz nachhaltiger Schiffskraftstoffe sowie den „Book and Claim”-Ansatz tragen Kühne+Nagel und Hapag-Lloyd zur Transformation der Schifffahrt für eine nachhaltigere Zukunft bei.
Quelle: Hapag-Lloyd
Veröffentlichungsdatum: 13.05.2026

