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Mehr Wettbewerbsfähigkeit für Sonderkulturen durch moderne Technik BMLEH fördert alternative Antriebe in der Landwirtschaft mit 72 Millionen Euro

07. Mai 2026

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank die Markteinführung innovativer, alternativer Antriebssysteme in der Agrarwirtschaft. 

Für die kommenden drei Jahre stehen dafür rund 72 Millionen Euro aus dem Zweckvermögen des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank bereit. Das Programm startet am 20. Mai 2026.

Gefördert werden mobile Maschinen mit batterieelektrischem Antrieb oder zur Nutzung erneuerbarer Biokraftstoffe wie Biodiesel, Pflanzenöle oder Biomethan. 

Dazu zählen unter anderem autonome Feldroboter, Geräteträger oder Multifunktionsmaschinen für Sonderkulturen sowie — in Kombination mit dem Maschinenkauf — die notwendige Lade- und Tankinfrastruktur auf dem Hof. 

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Betrieben im Bereich der Sonderkulturen. Gerade dort stehen viele Betriebe wegen des steigenden Mindestlohns unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. 

Innovative Technik kann helfen, Arbeitsprozesse zu erleichtern, Betriebe zu entlasten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zugleich unterstützt die Förderung den Einstieg in klimafreundlichere Antriebslösungen in der landwirtschaftlichen Praxis. 

Bundesminister Alois Rainer sagt dazu: "Innovative alternative Antriebe sind in vielen Bereichen bereits verfügbar — aber ihre Anschaffung ist für Betriebe häufig noch mit deutlich höheren Einstiegskosten verbunden. 

Genau hier setzen wir an: Wir unterstützen unsere Landwirtinnen und Landwirte dabei, innovative Alternativen einzusetzen, überall dort, wo es sinnvoll und wirtschaftlich möglich ist. 

Mit der Förderung setzen wir gezielte Anreize für Investitionen in neue Technologien. Wir helfen, die höheren Einstiegskosten innovativer Technik abzufedern und bringen sie schneller in die landwirtschaftliche Praxis. 

Das stärkt die Betriebe ganz konkret: mehr Planungssicherheit, mehr Unabhängigkeit von fossilen Kraftstoffen und volatilen Energiemärkten, mehr Klimafreundlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Diese Förderung ist kein kurzfristiges Entlastungsinstrument, sondern eine strategische Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Landwirtschaft." 

Unterstützt werden Betriebe, landwirtschaftliche Lohnunternehmen, gewerbliche Maschinenringe und entsprechende Maschinengemeinschaften über zinsgünstige Darlehen. 

Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank: "Innovationen bei Antriebssystemen sind ein Hebel, um durch optimierten Ressourceneinsatz die Energieeffizienz in den Betrieben zu erhöhen und die laufenden Betriebskosten zu senken. 

Gleichzeitig tragen sie maßgeblich zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei. 

Entscheidend ist, dass diese Innovationen in der Breite der Betriebe zum Einsatz kommen und in großer Stückzahl produziert werden. Durch die hohe Produktions- und Nutzungsmenge entstehen Skaleneffekte, die neue, emissionsmindernde Technologien günstiger und damit für die Betriebe wirtschaftlich attraktiver machen. 

Wir unterstützen die Markteinführung solcher Technologien – von der Anschaffung moderner Maschinen bis hin zur notwendigen Lade- und Tankinfrastruktur – mit Mitteln aus dem Zweckvermögen des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank. 

So tragen wir dazu bei, dass innovative Lösungen, die einige Betriebe schon erfolgreich umsetzen, in der Breite wirksam werden." 

Hintergrund:

Die Richtlinie stärkt gezielt die Nachfrage nach innovativen, alternativen Antriebstechnologien in der landwirtschaftlichen Praxis. Anders als Programme, die stärker auf Forschung, Entwicklung oder Start-ups ausgerichtet sind, unterstützt sie landwirtschaftliche Unternehmen beim Kauf innovativer Technik.

Ziel ist es, alternative Antriebssysteme schneller in den Markt zu bringen und ihre Anwendung in der Praxis zu beschleunigen. 

Als alternative Antriebssysteme gelten im Rahmen der Richtlinie insbesondere batterieelektrisch angetriebene Maschinen sowie Maschinen, die erneuerbare Biokraftstoffe nutzen, etwa Biodiesel, Pflanzenöle oder Biomethan. 

Die Förderung erfolgt über zinsgünstige Darlehen im etablierten Hausbankenverfahren der Landwirtschaftlichen Rentenbank mit einer Laufzeit von drei bis maximal zehn Jahren. 

Bei Infrastrukturvorhaben sind Laufzeiten von bis zu 15 Jahren möglich. 

Der Darlehensbetrag muss mindestens 25.000 Euro betragen und kann bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben abdecken. Der Höchstbetrag liegt bei 1 Million Euro je Antragsteller. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Quelle: BMLEH

Veröffentlichungsdatum: 07.05.2026

Schlagwörter

BMLEH, fördert, alternative Antriebe, Landwirtschaft