Extreme Hitze birgt Risiken für den Agrar- und Ernährungssektor weltweit
Extreme Hitze ist zu einer der größten und akutesten Bedrohungen für die Landwirtschaft weltweit geworden, erklärt die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der UN in einem neuen Bericht.
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Sie gefährdet die Ernährungssicherheit und die Lebensgrundlagen von Milliarden von Menschen, so berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT).
Laut der FAO könnten Dürren zu einer der größten Bedrohungen weltweit werden. Dies geht aus dem neuen Bericht „Extreme Hitze und Landwirtschaft“ der FAO in Zusammenarbeit mit der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hervor.
Der Bericht untersuchte die Auswirkungen extremer Hitze auf das gesamte Agrar- und Ernährungssystem. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass extreme Hitze ein kumulativer Risikofaktor ist, der bestehende Schwächen des Systems verschärft.
Sie beeinflusst die Ernte direkt und indirekt, wobei sich die Auswirkungen nicht auf das Feld beschränken.
Die Gefahr liegt in der Kombination der Auswirkungen
Bei den meisten wichtigen landwirtschaftlichen Kulturen beginnen die Erträge oberhalb von 30 Grad Celsius zu sinken.
Dies stört zahlreiche biologische Prozesse: unter anderem werden Zellwände geschwächt, toxische Oxidationsmittel entstehen und Pollen wird steril.
Bei einigen Erträgen, wie beispielsweise Kartoffeln, liegt dieser Kipppunkt unter 30 Grad.
Die Folgen für Nutzpflanzen beschränken sich nicht allein auf Hitzestress. Die volle Gefahr extremer Hitze liegt in der Kombination verschiedener komplexer direkter und indirekter Auswirkungen.
Plötzliche Hitzewellen führen beispielsweise zur Austrocknung der obersten Bodenschicht und beeinträchtigen so das Wurzelwachstum der Pflanzen. Trockene Böden erhöhen zudem die Erosionsanfälligkeit.
Darüber hinaus verringert Hitze die Bewässerungskapazität und fördert die Ausbreitung bestimmter Schädlinge und Krankheiten. Extreme Hitze hat auch einen kumulativen Effekt.
Die Auswirkungen extremer Hitze auf die Landwirtschaft sind laut des Berichts bereits heute weltweit sichtbar.
Obst- und Nussbäume sowie natürliche Wälder erleiden Produktionsausfälle und sind häufigeren und intensiveren Waldbränden ausgesetzt.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 28.04.2026

